Fazit – Anthem (Xbox One)

Fazit – Anthem (Xbox One)

Wir haben zwar keine richtige Review für „Anthem“ da das Spiel in vielen Punkten den Rahmen sprengen würde, aber wir können euch ein wenig über das Spiel erzählen. Die Story von „Anthem“ ist für Bioware Verhältnisse sehr unterirdisch und man erinnert sich kaum an einen Charakter oder eine grandiose Situation im Spiel. Jedoch punktet hier „Anthem“ dank der coolen Javelins mit einem großartigen Gameplay, denn die bewegen sich ziemlich flüssig und genau. Es macht extrem Spaß mit seinem Javelin die Gegend zu erkunden und die Missionen bzw. Aufträge zu erledigen.

Die Stadt Fort Tarsis ist der Ort für Aufträge, da nur DORT sich die Questgeber befinden und es wäre besser gewesen wenn diese in der Welt verstreut wären. So muss der Spieler nach Abschluss einer Mission in die Stadt zurückkehren, die Quest abgeben, eine neue annehmen und sich danach zurück ins Geschehen begeben. Ziemlich nervenraubend, da die Ladezeiten auch extrem lang sind wenn man eine neue Mission starten will. Bis zu zwei Minuten können diese andauern und trotz des neuen Patches, der am Samstag veröffentlicht wurde, hat sich nicht viel verbessert. Einige Missionen sind auch noch fehlerhaft und es kann mal vorkommen dass manche Gegner nicht erscheinen und dies den Spieler am Abschluss der Mission hindert. Leider laufen fast alle Missionen immer nach dem selben Prinzip ab und es kommt wenig Abwechslung daher. Das Matchmaking ist sehr gut, so kommen auch Solospieler weiter falls mal eine Mission alleine nicht schaffbar wäre und es findet sich immer wer, der diese Mission gerade eben machen will. Mit dem Schnelleinstieg kommt man in eine zufallsbasierte Mission und kann schwächeren oder gleichstarken Spielern aushelfen. Praktisch!

„Anthem“ ist ein Lootshooter mit viel grinden um das richtige bzw. stärkere Equipment zu erhalten. Das gewünschte Equipment droppt entweder von normalen Gegnern, Bossen oder kann auch in Kisten in der Spielwelt gefunden werden. Das maximal Level beträgt 30 und bis dahin dauert es einige Stunden an Spielzeit. Die Dauer der Story beträgt je nach Spielweise. Hört man sich alle Gespräche an und überspringt keine von denen, beträgt diese knapp 20h. Hat man keinen Bock auf Gespräche und überspringt, so ist man in knapp 10h fertig. Zwischensequenzen dürfen hier auch nicht fehlen, jedoch gibt es einfach viel zu wenige. Die offene Welt ist wirklich schön anzusehen und da haben sich die Entwickler von Bioware sehr viel Mühe gegeben, denn dank der Frostbite Engine sieht das Spiel grandios aus.

So würden wir bewerten:

Story: 2/5

Grafik: 5/5

Gameplay: 4/5

Spielspaß: 4/5

Endwertung: 3,75/5

Warum dieses Mini Review/Fazit?

In den letzten Tagen hat das Spiel viel Kritik einstecken müssen und uns ist aufgefallen, dass sehr viel schlechtes über das Spiel geredet wird. „Anthem“ ist bei weitem kein schlechtes Spiel, es hat zwar eine sehr schlechte Story und das Gameplay wiederholt sich immer und immer wieder, aber es macht einfach Spaß wie eben oben beschrieben. Nur weil eine Firma wie EA hinter dem ganzen steckt, heißt es nicht gleich dass das Spiel im allgemeinen schlecht sein soll bzw. ist. Bioware wird außerdem mit weiteren Patches an der Performance vom Spiel schrauben und auch neuer Content soll bereits im März erscheinen. Wir haben bereits über 35 Stunden Spielzeit in „Anthem“ gesteckt und freuen uns auf viele weitere Stunden an Spaß! 🙂