Retro #1 – Sega Dreamcast

Retro #1 – Sega Dreamcast

Wir haben die Sega Dreamcast aus dem Keller geholt und uns gedacht, erzählen wir unserer jüngeren Community da draußen was das eigentlich ist und was mit dieser Konsole geschah.

Release

Die Sega Dreamcast erschien November 1998 in Japan und ein Jahr später in den USA und Europa wo die Konsole ein großer Erfolg auf dem Markt war. Die Konsole hat damals umgerechnet 250€ gekostet.

Das Spieleangebot war für damalige Verhältnisse recht klein:

Blue Stinger
Dynamite Cop
Expendable
Incoming
Pen Pen TriIcelon
Sega Rally Championship 2
Sega Bass Fishing
Sonic Adventure
Toy Commander
Virtua Fighter

Doch mit der Zeit wurde das Angebot regelmässig erweitert. Vor allem „Shenmue“ war ein Must-Have auf der Dreamcast.

Hardware

Technisch gesehen konnte sich Sega’s Dreamcast durchaus mit der Konkurrenz – Nintendo 64 und Playstation – anlegen.

Hier die Technischen Spezifikationen:

CPU: 200 MHz 128 Bit
RAM: 16 MB
Grafispeicher: 8MB
Laufwerk: GD-Laufwerk
Soundchip: Yamaha AICA Sound System
OS: Windows CE
Speicherkarte: VMU (Visual Memory Unit)
Netzwerk: 56kb Modem

Die Grafikeinheit beeindruckte mit insgesamt 16,7 Mio. dargestellten Farben.

Das GD-Laufwerk konnte CD-Roms verarbeiten die eine höhere Speicherkapazität als normale CD’s besaßen. Demzufolge konnten Spieleentwickler aufwändigere Spiele entwickeln. Außerdem ließ sich die Dreamcast auch als CD-Player benutzen, denn sie konnte herkömmliche Musik-CD’s ohne Probleme abspielen.

Der Soundchip der Dreamcast bot den Ohren ein sehr tolles Soundgefühl. Dies war aber nur mit einem sehr guten Fernseher oder mit einer Anlage deutlich merkbar.

Die Dreamcast lief mit dem Betriebssystem: Windows CE. Die Verwendung des Microsofts Betriebssystems bot den Entwicklern einen sehr großen Vorteil: Sie konnten ohne Probleme PC-Spiele auf die Konsole portieren.

Um Spielstände abzuspeichern, hatte die Dreamcast eine sogenannten VMU (Visual Memory Unit). Diese besaß neben dem Speichermodul, einen kleinen Monitor und Mini-Tasten, die es ermöglichten, Mini-Games zu spielen. Einige Spiele boten dieses Feature an um unterwegs spielen zu können.

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Onlinewelt

Als allererste Konsole überhaupt, bot die Dreamcast ein eingebautes Modem. Mit diesem war es möglich, anhand der mitgelieferten Software „Dreamarena“, im Web zu surfen, Online Spiele zu spielen oder Spiele herunterzuladen. Letzteres war erst ab 2000 möglich, denn da erschien „ChuChu Rocket“ als allererstes Download-Game. Und im Februar 2001 erschien „Phantasy Star Online“, welches weltweit das erste Online-RPG für eine Spielekonsole war.

Segas Onlinewelt bot nicht nur Spiele an, sondern auch Gewinnspiele, Infos und einen Chat. Der Browser, Dreamkey genannt, wurde auf einer GD-Rom mitgeliefert – diese wurde benötigt um den Browser überhaupt erst starten zu können. Die Onlineanbindung lief nach anfänglichen Problemen jedoch mit der Zeit sehr stabil.

Der Untergang

Obwohl Sega viele gute Spiele und Hardware ablieferte, konnte sich die Dreamcast nicht wirklich durchsetzten. Nach der Veröffentlichung in Europa, musste Sega nach finanziellen Schwierigkeiten die Konsole leider vom Markt nehmen und erklärte offiziell im Jahre 2001, nie wieder eine Sega Konsole auf den Markt zu bringen und sich zukünftig nur noch auf Softwaretitel zu konzentrieren.

Somit endete für Sega nach 20 Jahren Hardwaregeschichte das Konsolengeschäft. Mit dem Rückzug erschienen nur noch wenige Spiele in Europa, lediglich in Japan wurde weiterhin für das Gerät produziert.

Fazit (Ein Traum in weiß/grau)

Als Fazit kann ich euch nur sagen, dass die Dreamcast für einige Fans da draußen und mich auch im Jahre 2016 nicht ganz von der Bildfläche verschwunden ist. Die Konsole lässt das Abspielen von selbst gebrannten CD’s zu und dank Open Source existieren zahlreiche Emulatoren und Eigenproduktionen. Ich hab heute immer noch meinen Spaß mit den zahlreichen erschienen Spielen wie dem Rennspiel Revolt oder dem Prügler Ready2Rumble. Ich wünsche mir und hoffe, dass Sega die Sega Dreamcast 2 irgendwann auf den Markt bringt.

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