Review – ES (2017)

Review – ES (2017)

Was? Schon wieder eine Neuinterpretation von einem Klassiker? Ganz genau! Ich war für euch im Kino und habe das Remake von Stephen Kings „ES“ gesehen. Nicht nur im Originalton habe ich den Film genossen, sondern war auch bei der deutschen Premiere die Ende September im Kino angelaufen ist, dabei.

Story

In einer typisch amerikanischen Kleinstadt verschwinden auf rätselhafte Weise spurlos Kinder. Eine Gruppe von Losern versuchen dem Verschwinden auf die Schliche zu kommen und werden fast selbst zum Opfer des Clowns. Die Freunde bestehen aus den Kindern Bill, Beverly, Ben, Richie, Eddie, Mike und Stanley. Alle die genannten Loser werden von einer Gruppe älterer Schüler gemobbt und sind somit Außenseiter. Bill ist seit dem Verschwinden seines Bruders völlig verzweifelt und versucht ihn zu finden, Beverly stößt als einziges Mädchen zur Gruppe und will den Jungs helfen um nicht mehr allein zu sein. Ben der Neue in der Stadt und keine Freunde hat, Richie der sich immer wieder als Komiker beweist und gute Sprüche parat hat, Eddie der unter Hypochondrie leidet, Mike der ein Fleischlieferant und zudem schwarz ist und noch Stanley der Skeptiker. All die genannten Kinder haben den Club der Verlierer gegründet und jeder der sich als Verlierer fühlt, ist hier willkommen.

Club der Verlierer (Quelle: New Line Cinema, Warner Bros.)

Darsteller

In der Hauptrolle von „ES“ spielt Bill Skarsgård den bösen Clown Pennywise. Einige kennen ihn sicher aus der Serie „Hemlock Grove“, wo er den Vampir Roman verkörpert. Außerdem ist eine Gruppe junger und sehr talentierter Schauspieler zu sehen, welche aus folgenden Darstellern besteht: Jaeden Lieberher (Bill), Jeremy Ray Taylor (Ben), Sophia Lillis (Beverly), Finn Wolfhard (Richie), Wyatt Oleff (Stanley), Chosen Jacobs (Mike), Jack Dylan Grazer (Eddiw) und Nicholas Hamilton (Henry). Den Schauspieler Finn Wolfhard werden sicher auch einige wiedererkennen. Er verkörpert Mike Wheeler in der Netflix Erfolgsserie „Stranger Things“. Regie übernahm der Argentiner Andrés Muschietti, bekannt für den Horrorfilm „Mama“ aus dem Jahre 2013.

Genre

Remakes bzw. Neuinterpretationen von Filmen gibt es in letzter Zeit wirklich viele. Manche von denen sind nur Mittelmaß und andere dafür sind ziemlich genial. Das trifft auch bei „ES“ zu und mir hat die Neuinterpretation besonders gut gefallen. Das Original von „ES“ erschien im Jahre 1990 und basiert auf den gleichnamigen Roman von Stephen King aus dem Jahre 1986. Der 90er Jahre Film wurde als  zweiteiliger Fernseh-Horrorfilm veröffentlicht und beim Remake ist es genauso bzw. wird es genauso sein. Da das Original in den 60er Jahren spielte, hat man sich beim Remake dafür entschieden als Schauplatz die 90er Jahre zu nehmen. Als erste Bilder vom Clown Pennywise auftauchten, waren einige Fans ziemlich enttäuscht und dachten dass der neue Pennywise nicht an den alten Clown aus den 90er Jahren annähernd das Wasser reichen könnte. Doch weit gefehlt. Ich fand Bill Skarsgård als Pennywise ziemlich gelungen und dieser hat ihn sehr angsteinflößend dargestellt. Seine großartige Mimik weiß zu überzeugen, denn die konnte gleich am Anfang des Films großartig punkten und durch seine Schminke war dies ziemlich furchteinflößend.

Bill Skarsgård als Pennywise der Clown (Quelle: New Line Cinema, Warner Bros.)

Leider hat Skarsgård zu selten die Möglichkeit gehabt sich zu beweisen, da einige Szenen mit CGI gedreht wurden. Aber die Szenen wo er spielen konnte, waren wirklich großartig. Die gezeigten Effekte waren nie schlecht dargestellt und auch nicht überladen und so konnte der neue Pennywise zeigen was er drauf hat. Viele Szenen die es im Original gab, wurden im Remake neu dargestellt zum Beispiel die Formen (Monster oder Personen) die Pennywise annimmt. Ich weiß nicht ob es einigen Zuschauern aufgefallen ist, aber Bill Skarsgård sabbert extrem viel in dem Film. Ich hab das gleich in der ersten Szene und auch in einer anderen Szene bemerkt. Es hat sich herausgestellt dass Skarsgård aufgrund der falschen Zähne so viel sabbern musste und das hat Regisseur Muschietti so sehr gefallen, sodass er diese Szenen beibehalten hat. Die erwähnten Szenen in dem dieses zu sehen ist, werdet ihr sicher selbst merken, sodass es wirklich gut rüberkommt und dem neuen Pennywise einen anderen Flair bietet und er wirklich Hunger nach Menschenleben passend rüberbringt.

Aber auch die Kinder konnten überzeugen und lieferten dem Zuschauer sehr viel Humor als auch Dramatologie in manchen Szenen. Da ich bereits erwähnt habe dass ich den Film im Originalton angesehen habe, hat mir die deutsche Synchronisation bei den Kindern nicht so sehr gefallen. Die Kinder hörten sich im englischen Original viel besser an und deren Gefühle als auch die Witze kamen besser rüber als in Deutsch. Allein bei einer Szene wo sich die Kinder in der Kanalisation befinden, kommt das Gesprochene besser rüber. Pennywise hingegen hatte eine sehr gute deutsche Synchronisation und war immer deutlich zu verstehen und nicht zu quietschig.

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https://www.youtube.com/watch?v=D1M7BXPlEt0
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  • Darsteller
  • Genre
4.5

Fazit

Nach einigen enttäuschten Buchverfilmungen kann das „ES“ Remake wirklich punkten und hat all meine Erwartungen übertroffen. Der neue Pennywise weiß zu überzeugen und hat mich in keinster Weise enttäuscht. Leute die das Original bereits kennen, sollten dem Remake eine Chance geben. Bill Skarsgård wollte nie und nimmer den alten 90er Jahre Pennywise, im Original gespielt von Tim Curry, kopieren und zeigt das auch er gruselig sein kann. Das konnte er bereits in der Serie „Hemlock Grove“ beweisen. Alles in allem bleibt mir zu sagen, dass das „ES“ Remake ein sehr guter Horrorstreifen ist und ich mich schon auf „ES Kapitel 2“ freue. Dieses erscheint aber leider erst 2019.

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