Review – Ghostbusters (2016)

Review – Ghostbusters (2016)

Viele von uns, so wie auch ich, sind mit den Ghostbusters Filmen und der Comic Serie aufgewachsen und haben die Charaktere ins Herz geschlossen. Plötzlich wurde vor einiger Zeit ein Reboot der Filme mit weiblichen Comedy-Stars angekündigt und die Mehrheit der Fans äußerten ihren Unmut über die Besetzung. Ich persönlich hatte selbst meine Zweifel, schraubte meine Anforderungen daher runter und gab dem Film dennoch eine Chance. Nach der Film-Vorstellung hatte mich jedoch das Reboot so überzeugt und wurde eines besseren belehrt – an alle Fans da draußen: Gebt dem neuen Ghostbusters Film eine Möglichkeit sich zu beweisen!

Story

Erin Gilbert (Kristen Wiig), Doktor der Teilchenphysik arbeitet seit Jahren an der Columbia Universität und hofft auf eine Beförderung. Dass sie in der Vergangenheit mit einer Freundin ein Buch über paranormale Phänomene geschrieben hatte, hindert Erin sich beruflich weiter zu verwirklichen. Ihre Co-Autorin Abby Yates (Melissa McCarthy) arbeitet seit seitdem weiterhin an der Forschung von Geistern und hat die Ingenieurin Jillian Holtzmann (Kate McKinnon) zur Hilfe. Gemeinsam basteln sie allerlei Anti-Geister-Waffen um deren Existenz zu beweisen.

Der Besitzer eines Museums vermutet einen Geist auf seinem Anwesen und bittet Erin um Hilfe. Diese holt nun die Vergangenheit ein und gemeinsam suchen sie im Herrenhaus nach der Geistererscheinung. Tatsächlich finden sie diese und von nun an, ist nichts mehr wie vorher. Als „Ghostbusters“ machen sie Jagd auf die Spukgestalten in New York und bekommen Unterstützung von der U-Bahn Angestellten Patty Tolan (Leslie Jones), welche sie bei einem Fall kennenlernen.

Die Handlung an sich war sehr gut aufgebaut und flüssig erzählt. Man benötigt kein Vorwissen von Ghostbusters in irgendeiner Form und daher ideal für alle, die Lust auf ein wenig gruseln und gleichzeitig was zum Lachen haben möchten.

Darsteller

Wie Anfangs gedacht waren die weiblichen Darsteller jeden Fan ein Dorn im Auge. Der Comedy-Star Melissa McCarthy ist in Hollywood derzeit nicht wegzudenken. Sie und Kristen Wiig wurden mit „Brautalarm“ weltberühmt und der Film wurde sogar mit einem Oscar belohnt. Da dieser Film mir persönlich nicht gefallen hat und der Humor viel zu übertrieben war, dachte ich, dass dadurch ebenfalls der Reboot von Ghostbusters in Mitleidenschaft gezogen wird. Glücklicherweise bestätigten sich meine Bedenken nicht und ich fand dass die beiden Schauspielerinnen sehr gute Arbeit geleistet haben.

Wirklich positiv überrascht hat mich die noch unbekannte Kate McKinnon, welche die witzigen Parts inne hatte und viele Lacher kassierte. Negativ fand ich die Charaktere von Patty und den Sekretär Kevin, gespielt von niemand geringeren als Thor himself Chris Hemsworth. Patty’s Person wurde sehr in den Hintergrund gestellt und erhielt kaum Einzelszenen. Möglicherweise wird sie in der Fortsetzung mehr in den Fokus gestellt – abwarten und Tee trinken.

Nun zu Kevin: Ich denke alle Fans kannten den Vorgänger seiner Rolle? Janine Melnitz war selbst nie die hellste Kerze auf der Torte, sondern nur durch ihre Stimme ein wenig nervtötend. Aber mit dem neuen Sekretär Kevin konnten die Drehbuch-Autoren den Vogel abschießen. Kevin’s Darstellung im Film war wirklich nur strohdumm und daran konnte ich wirklich nichts abgewinnen. Es scheint als hätte Chris Hemsworth mal genau das Gegenteil von seinen üblichen Rollen als Held, spielen wollen und das war leider zu viel des Guten – daher der Punktabzug in meiner Bewertung.

Genre

Wie bereits erwähnt hat der Film „Ghostbusters“ eine Mischung aus unterschiedlichen Genres. Einmal wären da natürlich die Horror-Elemente mit den Geistern natürlich. Tatsächlich hatte ich bei einigen Szenen Herzrasen wie es für Gruselfilme typisch ist – denke das kennt jeder von euch wenn ihr wisst „Sicher kommt da gleich was!“ und Buh! – Erschreckt! Ich muss zugeben dass ich hin und wieder vor Schreck zusammen gezogen bin, was ich eigentlich gar nicht erwartet habe im Vorhinein. Aber trotzdem dominiert natürlich der Comedy-Part im Film. Immer wieder passend kleine Gags zwischendurch die perfekt geschnitten wurden und der ganze Kinosaal loslachen muss. Diese Mixtur an Horror und Comedy war genau richtig und genau so sollten Filme Spaß machen!

  • Story
  • Darsteller
  • Genre
4.3

FAZIT

Das Reboot der berühmten Geisterjäger kann sicher doch noch die skeptischen Fans überzeugen. Es muss doch nicht so schlimm sein einen Film, den viele Menschen auf der Welt lieben, mit neuen Figuren und Handlungen neu zu machen. Ganz im Gegenteil: Ghostbusters ist durch seine Mischung aus Horror und Comedy Elementen ein wirklich hervorragender Film geworden.
Die Darsteller sind sehr gut ausgewählt und sehr witzig. Bis auf wenige Ausnahmen kann man sich mit den Charakteren identifizieren. Die Special Effects waren sehr beeindruckend und können mit anderen Blockbusters mithalten. Prädikat: Sehenswert! Who you wanna call? GHOSTBUSTERS!

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