Review – Power Rangers

Go Go Power Rangers! Gebt es zu, wer hat das auch immer mitgesungen? Mit diesen Zeilen begann das Theme der bekannten Kinderserie in den 90er Jahren. Natürlich gab es auch früher schon einen Kinofilm der 90er Power Rangers und dieser war weltweit bei den Fans sehr beliebt und bei einem Einspielergebnis von knapp insgesamt 65 Millionen Dollar ein Riesen-Erfolg. Fast 20 Jahre später kamen etwa vor einem Jahr Gerüchte auf, dass ein neuer Power Rangers Film in Planung ist und siehe da, der erste Trailer kam online und die Fans waren erstmal nicht so wirklich begeistert. Irgendwie hat man die Befürchtung „das kann nicht gut werden“, aber dennoch ist die Neugier da und man möchte zurück in die Kindheit versetzt werden. Wir waren bei der, überraschend vollen Premiere dabei und wie sich der Film gemacht hat, wollen wir euch in dieser Review erzählen.

Story

Fünf Teenager namens Jason, Kimberley, Billy, Trini und Zack haben überhaupt nichts gemeinsam, außer dass sie die High School im kleinen Städtchen Angel Grove besuchen und zum Nachsitzen verdonnert werden. Jason, der Star-Quaterback der Schule, begeht eine große Dummheit und muss daher nun jedes Wochenende in der Schule verbringen.  Gleich am ersten Tag, lernt er den Außenseiter Billy kennen, der von den Mitschülern gehänselt wird. Billy wirkt auf Jason erstmal ein wenig seltsam, da er ihn, obwohl sie sich gar nicht kennen und um einen Gefallen bittet. Jason geht auf den Deal ein, da ebenfalls für ihn etwas dabei herausspringt. Durch Zufall treffen die Beiden in der nahegelegenen Goldmine auf den Cheerleader Kimberley, den Schulschwänzer Zack und die neue Mitschülerin Trini. Durch einen Einsturz eines Felsvorsprungs entdecken die fünf Schüler geheimnisvolle Münzen, die in den unterschiedlichsten Farben leuchten. Sie vermuten darin einen Schatz, den sie sich gerecht aufteilen.

Am nächsten Morgen ist irgendetwas anders … Jeder von Ihnen ist stärker geworden und sind sichtlich verwirrt. Was mit ihnen passiert ist, möchten Sie nun herausfinden und treffen sich erneut in der Mine. Als die fünf Freunde bei einer Mutprobe den Zutritt zu einem Raumschiff entdecken, werden sie von einem Roboter namens Alpha begrüßt. Fassungslos werden sie von ihm zu einem Hologramm an der Wand gebracht und Zordon vorgestellt. Von Zordon erfahren die neuen fünf Ranger, dass die böse Rita Repulsa eine Alien-Armee bereitstellt um die Erde anzugreifen und droht damit diese komplett auszulöschen. Die Power Rangers müssen dies natürlich verhindern!

Darsteller

Der Cast besteht aus vielen Newcomern wie Dacre Montgomery (Jason, Roter Ranger), Naomi Scott (Kimberly, Pinker Ranger), RJ Cyler (Billy, Blauer Ranger), Ludi Lin (Zack, Schwarzer Ranger) und Becky G. (Trini, Gelber Ranger). Alle sind relativ unbekannte Darsteller und haben nur bei einigen Filmen kleine Neberollen gehabt. Möglicherweise schaffen sie mit den Power Rangers vielleicht den Durchbruch?!

Aber ein paar bekannte Gesichter durften nicht fehlen und bieten ein kleines Aha-Erlebnis: Bryan Cranston bekannt als Walter White aus „Breaking Bad“ oder als schusseliger Vater aus „Malcolm Mittendrin“, verkörpert Zordon. Elizabeth Banks spielt die furchteinflüssende Rita Repulsa, welche normalerweiße nur witzge Rollen darstellt. Die Stimme von Alpha wird von den Komiker Bill Hader gesprochen, welcher vorallem mit „Saturday Night Live“ bekannt wurde.

Genre

Die Story der Power Rangers ist leider nur Standardkost und erzählt von Teenagern die durch einen Gegenstand Superkräfte verliehen bekommen. Die Darsteller machen hier wirklich einen guten Job, dafür dass sie relativ neu im Geschäft sind. Leider wirkt die Story einmal zu schnell und dann wieder in manchen Stellen zu langatmig und träge, da der Zuschauer durch die Probleme der Teenager konfrontiert werden wird, welche nur Nebensache des Films sind. Power Rangers kann man nicht ausschließlich ins Action-Genre schieben, denn ein relativ großer Comedy Anteil kann nicht abgestritten werden. So wie in der Serie, nehmen sich die Rangers gerne mal selbst aufs Korn und sorgen für Gelächter.

Die neuen Anzüge der Power Rangers haben mir beim ersten Trailer nicht gefallen, doch im Film sahen die dann doch noch ganz gut aus. Es scheint so als ob der Anzug mit dem Körper der Person verschmilzt und wirkt so als hätten die Teenager während der Verwandlung eine Panzerhaut. Ganz großes CGI, was garnicht mal so schlecht war.

Der weibliche Bösewicht, Rita Repulsa, weiß zu überzeugen und ist am Anfang des Films, anders als in der damaligen Kinderserie, ziemlich brutal. Zordon ist hingegen der weise „Anführer“ und versucht den Rangern bei der Ausbildung zu helfen, wobei  dies nicht immer gelingt. Alpha so wie wir ihn von damals kennen ist vom Charakter derselbe geblieben, jedoch ist dieser jetzt animiert und sieht komplett anders aus. Leider hat mir das neue Design von Alpha nicht gefallen und dieser erinnert mehr an einen Alien als an einen Roboter. Die Zords der Ranger, welche im Film vorkamen waren wirklich gut detailliert und hatten ein ähnliches Design wie von den 90er Jahre Power Rangers. Auf den Filmplakaten wirken sie sehr unecht und mindern die Erwartungshaltung, welche sie glücklicherweise trotzen können. Leider hat uns dann die Verwandlung zum Megazord weniger gefallen, da dieser an Optimus Prime aus „Transformers“ erinnerte. Easter Eggs lassen grüßen – diese durfen natürlich auch in einem Film wie Power Rangers nicht fehlen und verraten wir hier nicht. Leider fehlte aber auch Musik im ganzen Film, die eigentlich in den Trailern sehr präsent war. Und Thema Trailer: die verraten leider echt viel und das finden wir schade. Hollywood hört endlich auf damit die Story zu verraten damit! Selbe Spiel bei den Power Rangers.

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https://www.youtube.com/watch?v=5kIe6UZHSXw
  • Story
  • Darsteller
  • Genre
3.3

Fazit

Selbst eingefleischte Fans der Power Rangers haben sicher ihre Zweifel mit dem neuen Film. Da zurzeit alte Filme gerne neu verfilmt werden, ist ein gewisser Zweifel ja eigentlich verständlich. Aber wir können euch beruhigen: so schlimm ist es wirklich nicht! Der Film ist sogar sehr unterhaltsam und kann mit dem Film aus den 90er Jahren locker mithalten. Weniger Trash und viel zeitgemäßer wirkt der neue Power Ranger Film gegen dem Originalen aus Amerika. Der Cast ist ganz gut getroffen und die Geschichte ganz in Ordnung, mehr aber nicht. Einen gemütlichen Abend mit Popcorn steht dennoch nichts im Weg – traut euch und schaut euch den Film an. Und nochmal weil es so schön ist: Go Go Power Rangers! *sing*

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