Spieletest – Rise of the Tomb Raider (Xbox One)

Spieletest – Rise of the Tomb Raider (Xbox One)

Wir haben für euch das zeitexklusive Action-Adventure „Rise of the Tomb Raider“ auf der Xbox One getestet. PC und PS4 Spieler dürfen sich erst Ende 2016 ins Abenteuer stürzen.

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Lara ist erwachsener geworden und weit entfernt von dem heulenden schwachen Mädchen das sie im Vorgänger dargestellt hat. Stattdessen ist sie zu einer Lara geworden, die gelernt hat mit Schmerzen umzugehen und Feinde mit ihrem Waffenarsenal auszuschalten.

Ich werde versuchen  die Geschichte so gut wie möglich spoilerfrei zu erzählen. Rise of the Tomb Raider erzählt eine Geschichte von Verlust, Verrat, Mortalität – wie in den bisherigen Tomb Raider Teilen. Dem ursprünglichen Tomb Raider Reboot wurde das lineare Spielgeschehen vorgeworfen, so dass die Entwickler es sich zu Herzen genommen haben und uns nun eine offene Welt präsentieren.

Zwar gibt es Momente wo sich „Rise of the Tomb Raider“ auf die Story konzentriert aber man kann auch eine Pause einlegen, sobald man das Bedürfnis hat, etwas anderes zu tun. Es gibt viele Nebenmissionen die erfüllt werden können. Eine davon wäre das Zerschneiden von feindlichen Fahnen in einem bestimmten Gebiet oder man geht einfach mal Jagen um Materialien zu sammeln.

Die Krönung der Nebenaufgaben sind jedoch die optionalen Gräber, welche überall im Spiel zu finden sind. Diese sind zwar leicht zu finden, aber für das Lösen der Rätsel benötigt man logisches denken und jedes Grab hat seinen eigenen Reiz. Durch das Abschließen der Gräber erhält man Skillpunkte welche man im Skillbaum ausgeben kann – dadurch wird etwa Lara’s Kleidung robuster und leistungsfähiger im Kampf gegen Menschen oder Tier.

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Nicht nur das Lösen der Gräber bringt einem XP, sondern selbstverständlich auch das Weiterspielen der Story. Dadurch kann man sein Waffenarsenal wie z.B. den Bogen oder die Hacke verbessern. Apropos Bogen: dieser ist natürlich auch wieder dabei und bringt eine Reihe von Upgrades die im Laufe des Spiels freigeschaltet werden können. Selbstverständlich dürfen auch Waffen wie Maschinengewehre, Schrotflinten oder Pistolen nicht fehlen. Diese können ebenfalls aufgewertet werden. Jede Waffe kann verbessert werden und erhöht so die Nachladegeschwindigkeit, den Schaden oder die Reichweite.

Um neue Gegenstände herzustellen, muss sich Lara wie im Vorgänger in ein Lager begeben. Ausgenommen hiervon ist Munition für den Bogen. Diese kann auch während eines Kampfes hergestellt werden. Pflanzen als auch Tierkadaver werden nicht mehr für Materialien benötigt. Stattdessen sammelt man Federn aus Vogelnester, Holz sowie Gifte von Pilzen. Dies sind nur wenige Beispiele, die man für eine gute Vorbereitung einer Mission benötigt.

So oft wie in „Rise of the Tomb Raider“ habe ich den Überlebensinstinkt mit der Taste „R3“ noch nie verwendet. Der Bereich wurde im wahrsten Sinne des Wortes, jedesmal zugespammt um weitere Materialen zu finden. Um einen Kampf zu beginnen hat man mehrere Möglichkeiten. Entweder man nutzt die gelungene Stealth- und Deck Taktik und erledigt die Feinde aus dem Hinterhalt oder man rennt wie Rambo durch und erledigt alle Feinde mit den Handfeuerwaffen. Sollte man ersteres tun dann ein guter Tipp: jede Menge Holz sammeln, da dies sehr vom Vorteil sein kann falls Pfeile mal knapp werden. Die offene Welt bietet sich hier sehr gut an, strategisch vorzugehen.

Eines jedoch störte mich an der Spielmechanik: Warum baute Crystal Dynamics Quick Time Events (QTE) ein? Vor allem störend: Wenn man eine Sekunde nicht aufpasst hat es den virtuellen Tod zur Folge. Dies passierte mir einige Male bei den Felsvorsprüngen. Durch ein kurzes Drücken auf „X“ konnte ich Lara vom Tod bewahren und sie konnte sich dann mit der anderen Hand wieder an den Felsvorsprung halten.
Bei den Kämpfen sind die Quick-Time-Events besser umgesetzt worden. Beim Kampf mit einem Bären musste man im richtigen Moment die Taste „B“ drücken um auszuweichen und um dann im richtigen Moment mit der Taste „Y“ Schaden hinzuzufügen. Genau das baute bei mir im Kampf die Spannung auf und gab mir in diesem Moment ein gutes Gefühl der Errungenschaft.
Im Endeffekt hätte das Spiel auch ohne Quick Time Events auskommen können, denn ohne hätte es genauso viel Spaß gemacht.

Die meiste Zeit des Spiels befindet man sich in Sibirien, wo das Wetter durch heftige Schneestürme und Lawinen heimgesucht wird und es sehr selten klares Wetter gibt. Unabhängig von den Wetterbedingungen ist „Rise of the Tomb Raider“ grafisch sehr atemberaubend. Die Umgebungen sind sehr detailreich und für mich hat das Spiel bis jetzt eines der besten Schnee- und Wasser Animationen die ich je gesehen habe.

Um den Spielverlauf nicht zu einfach zu machen, haben die Entwickler Bereiche mit bröckelndem Ruinen und alte Städte hinzugefügt, in denen man nur durch Klettern voran kommt. Die Kletteranimationen an sich sind sehr gut dargestellt und bereiten den gewissen Nervenkitzel.

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Was mich grafisch ein wenig gestört hat, waren Lara’s Haare. Ich weiß nicht ob Lara eine eingebaute Windmaschine irgendwo versteckt hatte, jedoch sah es so aus, als würden ihre Haare nie nass werden nachdem sie durch einen Wasserfall ging oder ins Wasser gesprungen ist. Ansonsten hat mich das Spiel grafisch sehr überrascht – im positiven Sinne natürlich.

Der Ersatz für den fehlenden Multiplayer nennt sich „Expeditionsmodus“.
Der Expeditionsmodus ist über das Hauptmenü erreichbar und hier können Missionen der Kampagne wiederholt werden, ohne dass das gespeicherte Spiel überschrieben wird. So lassen sich hier die Missionen mit einer Vielzahl von Möglichkeiten überwältigen z.B. das Level so schnell wie möglich in einer bestimmten Zeit zu schaffen ohne zu sterben oder Schaden zu nehmen.

Die Credits die man während des Spiels bekommt, können für Ingame Karten eingelöst werden, die den Spielablauf verändern können. Diese Karten bewirken z.B. dass man Gegner nur mit einem Kopfschuss besiegen kann oder Feinde mit riesigen Köpfen umherlaufen. Diesen Modus fand ich wirklich amüsant und hat mir viel Spaß gemacht.

  • Story
  • Grafik
  • Gameplay
  • Spielspaß
4.3

FAZIT

Publisher „Square Enix“ und Entwickler „Crystal Dynamics“ schickten mich mit „Rise of the Tomb Raider“ in eine neue Geschichte voller Abenteuer und Schatzgräbern – zudem macht es um einiges mehr Spass als der Vorgänger. Dieser Teil der Tomb Raider Serie hat mir so gut gefallen, dass es für mich zu einen der derzeit besten Xbox One Games zählt.
Die Spieldauer der Story dauerte bei mir knappe 12h, was für mich vollkommen ausreichte um mich von der Geschichte mitreißen zu lassen.
Der Reboot von Tomb Raider tut gut und ich freue mich auf weitere Abenteuer mit Lara Croft!
Ich kann allen Xbox-Besitzen und Lara-Fans dieses Spiel nur sehr ans Herz legen – kauft euch das Ding!

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