Spieletest – Apex Legends (PlayStation 4)

Spieletest – Apex Legends (PlayStation 4)

EA und die Macher von „Titanfall“ Respawn Entertainment haben vor kurzem einen Free2Play Battle Royale Shooter veröffentlicht und dieser hat innerhalb von paar Stunden knapp zwei Millionen Spieler in den Bann gezogen. Ob mir das Spiel gefallen hat und wie es sich spielt, erfahrt ihr in meinem Test!

Moment… Der Publisher EA hat ein geniales Free2Play Spiel, was komplett ohne Pay2Win Mechaniken auskommt, veröffentlicht? Ganz genau! Das Spiel hört auf den Namen „Apex Legends“ und ist ein reiner Battle Royale Shooter. In „Apex Legends“ treten keine 100 Spieler gegeneinander, sondern 60 Spieler zu je Dreier Teams auch genannt Squads an. Ein Solo bzw. Duo Modus ist derzeit nicht enthalten und kann zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Wie dem auch sei, spielt ihr im Team gegen die anderen Teams und müsst bis zum Ende durchhalten. Im Gegensatz zu anderen Battle Royale Spielen habt ihr hier nicht einen eigenen Charakter mit einem benutzerdefinierten Skin, sondern eher eine Legende. Diese bestehen aus Tanks, Damage Dealern und auch Heiler dürfen hier nicht fehlen. Insgesamt stehen euch acht Legenden zur Verfügung, jedoch können zwei davon nur im Shop mit Echtgeld bzw. Ingame Credits erworben werden. Die zwei Charaktere kosten in Echtgeld jeweils 7,50€ bzw. 12000 Ingame Credits. Wie man an die Ingame Credits rankommt, erfahrt ihr gleich mehr dazu.

Vor dem Spielstart wählt jeder Spieler einer seiner Legenden aus und hat dafür knapp 10 Sekunden Zeit. Sollte man zu keiner Entscheidung kommen, so wählt das System für den Spieler einen Charakter aus. Doppelte Charaktere können leider nicht ausgewählt werden. So kann es halt öfters vorkommen da man seinen Main Charakter nicht spielen kann und sich für einen anderen entscheiden muss. Kann passieren. Nach der Auswahl seiner Legende kommt dann noch ein kurzer Ladescreen und schon ist man im Flieger in Richtung Insel drinnen. Derzeit gibt es nur eine spielbare Karte, aber das reicht derweil für den Anfang aus.

Das Spiel beginnt wie bereits erwähnt in einem Flieger und der Jumpmaster, meistens der Spieler der als letztes seine Legende ausgesucht hat, startet den Absprung und kann mithilfe von Markierungen den Zielort für sein Team auswählen. Nach dem Absprung gleitet man gemeinsam zur gewünschten Markierung, denn der sogenannte Jumpmaster steuert das komplette Team Richtung Ziel. Wer das nicht will, der kann mittels Tastendruck sich vom Team trennen und wo anders hingleiten. Aber das würde ich nicht empfehlen, da es sich bei „Apex Legends“ um einen teambasierten Battle Royale Shooter handelt. Teamplayer kommen hier voll auf die Kosten und Alleingänge sind hier tabu! Falls man Freunde haben sollte die keine Battle Royale Shooter mögen, dann bleibt einem nichts anderes übrig als mit Randoms zu spielen und das ist wirklich gut gelöst. So markiert man gefundene Gegenstände oder auch feindliche Teams per Tastendruck und kommuniziert auch so im gesamten Spiel. Ein Ingame Voice Chat ist auch mit dabei, aber leider wird dieser von vielen Spielern selten oder nie benutzt. Im Team ist man wie immer  besser dran, da man sich gegenseitig den Rücken stärkt und nicht vom Feind aus dem Hinterhalt angegriffen wird. Sicherheit geht vor und im Team kann man sich besser absprechen und Angriffe sehr gut planen!

Das geniale an „Apex Legends“ ist aber nicht nur das teambasierte spielen, sondern auch der mögliche Wiedereinstieg ins Spiel. Falls mal ein Spieler das zeitliche segnen sollte bzw. kurz vorm sterben ist, so kann dieser entweder wiederbelebt werden oder man sammelt ganz einfach seine Namensmarke ein und belebt ihn an einer der vielen auf der Karte verteilten Wiederbelebungsstationen wieder. Der Wiederbelebte spawnt dann im Spiel ohne seine gefundene Rüstung wieder. Jedoch kann er diese dann von seinem Sterbeort bzw. von einem anderen gefallenen Gegner einsammeln und ausrüsten. Jeder der Legenden hat sogar eigene Fähigkeiten die er ausführen kann. So kann die Legende Bloodhound Spuren lesen und die Legende Gibraltar kann eine Schildkuppel beschwören um gegnerische Angriffe für kurze Zeit abzuwenden.

Die Länge einer Runde entscheidet wie in jedem anderen Battle Royale Spiel das Schicksal. Mal kann eine Runde bis zu 25 Minuten dauern oder ist nach knapp zwei Minuten vorbei. Nach jedem Match, egal ob man gewinnt oder verliert, erhält man Erfahrungspunkte. Mit Erfahrungspunkten wird hier nicht gegeizt und man erhält sogar als unerfahrener Spieler der innerhalb von kürzester Zeit den digitalen Bildschirmtod erleidet, viel Erfahrung. So habe ich nach meinem ersten Match, was nur paar Minuten gedauert, gleich das zweite Level erreicht. Sobald man das nächste Level erreicht, erhält man neben 600 Ingame Währung auch noch eine Apex Lootbox. In der sogenannten Apex Lootbox können sich Skins für Charaktere, Skins für Waffen oder auch Materialen für die Herstellung von Gesten für den jeweiligen Charakter befinden.

Grafisch sieht „Apex Legends“ wie „Titanfall“ aus und spielt sich fast genauso, denn es fehlen die Titanen und es gibt kein auf den Wänden laufen. Dank der in die Jahre gekommenen Source Engine läuft das Spiel sehr flüssig und ohne Probleme. Der Sound der Waffen ist hier sehr gut umgesetzt worden und wenn man sich in einem geschlossenen Raum befand, klang dieses auch dementsprechend anders. Da jeder Spieler von null beginnt, läuft das Matchmaking auf  der PlayStation 4 sehr gut. Spiele wurden sehr schnell gefunden und es kam nur vereinzelt zu Wartezeiten von nur knapp drei Minuten. Ein kleiner Soundbug existiert derzeit auf der PlayStation 4 Version, doch dieser wird laut Entwicklern mit dem kommenden Update behoben.

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https://www.youtube.com/watch?v=innmNewjkuk
  • Multiplayer
  • Grafik
  • Gameplay
  • Spielspaß
4.3

Fazit

„Apex Legends“ kam überraschend und landete grandios wie ein Titan auf der Erde! Der Battle Royale Shooter wurde letzte Woche angekündigt und noch am selben Abend in den digitalen Stores kostenlos veröffentlicht. Alle Legenden die sich im Spiel befinden, sind von Haus aus gleich, nur deren Fähigkeiten unterscheiden sich. „Apex Legends“ erinnert spielerisch sehr an Shooter wie „Overwatch“, da hier selbst Helden zum Einsatz kommen. Nur mit dem Unterschied dass die Helden hier mit echten bzw. futuristischen Waffen herumlaufen. Das Thema mit den Mikrotranksaktionen ist hier wunderbar gelöst, denn es verschafft keinem Spieler einen spielerischen Vorteil und man kann nur das Aussehen der Waffen oder auch seines Charakters ändern. Leider hat das Spiel ab und zu einige grafische Fehler bzw. die Heilung eines Spielers haut nicht so hin wie es sein sollte, aber dies kann mit einem Update behoben werden.

Aber was will man mit einem weiteren Battle Royale Shooter? Ich sag es euch: Es gibt bereits unzählige Battle Royale Shooter und jeder von denen spielt sich anders, zum Glück! Ich habe die meisten bekannten Battle Royale Shooter gespielt und die sind wirklich alle anders vom Gameplay. Konkurrenz belebt das Geschäft und hoffentlich bleibt uns „Apex Legends“ noch viele weitere Jahre erhalten. Respekt an Respawn Entertainment und Hut ab EA, ihr habt mich wirklich überzeugen können. Auch wenn ihr meistens mit euren Mikrotransaktionen übertreibt, sind diese hier gut gelöst.

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