Spieletest – Far Cry 5 (PlayStation 4)

Spieletest – Far Cry 5 (PlayStation 4)

Ich war für euch in der fiktiven Stadt Hope County, Montana unterwegs und habe mich gegen die Sektenmitglieder der Oragnisation Project at Eden’s Gate angelegt. Wie es mir dabei gegangen ist und was ich so erlebt habe, erfahrt ihr nun in meinem Test zu „Far Cry 5“.

In „Far Cry 5“ geht es diesmal um die Organisation Project at Eden’s Gate die versucht neue Mitglieder, ob sie es wollen oder nicht, zu rekrutieren und vor dem kommenden Weltuntergang zu bewahren. Angeführt wird die Organisation von Joseph Seed, einem Psychopathen im Hipster-Look. Wer sich ihm und der Organisation in den Weg stellt der wird als Sinner (Sünder) angesehen und aus dem Weg geräumt. So ist das Stadtbild von Hope County auch von Sinnern gekennzeichnet die sich nicht der Organisation anschließen wollten und so sehen wir einige aufgehängte bzw. gekreuzigte Menschen. Um diesem einem Ende zu bereiten schlüpfen wir als Spieler in die Haut eines Deputy Sheriffs und wir versuchen gleich am Anfang des Spiels Joseph Seed aka den Vater festzunehmen, doch dies gelingt uns leider nicht und wir stürzen mit dem Helikopter im nächstgelegenen Wald ab. Knapp dem Tod entkommen werden wir von einem netten Herren zusammengeflickt und von ihm gebeten der Hope-County-Widerstandsgruppe beizutreten und dem „Vater“ die Stirn zu bieten. Aber bevor wir überhaupt zum Vater kommen, müssen wir uns erst einmal um seine durchgeknallten Geschwister kümmern, die aus Jacob, John und Faith bestehen. Die sind auf der Karte in drei Gebieten verteilt und kümmern sich um ihre jeweilige Region.

Um das Gebiet von den Psychos zu befreien, müssen wir einige Außenposten einnehmen, Missionen erledigen und Sekten Eigentum wie Silos zerstören. Durch das Erledigen der Missionen erhalten wir neben Geld, auch noch Skillpunkte und Wiederstandspunkte. Mit den Skillpunkten kann man einige seiner Fähigkeiten skillen, wie zum Beispiel seine Treffersicherheit von bestimmten Waffen verbessern oder auch das Einsammeln von bestimmten Materialien erhöhen. Auch der beliebte Kletterhaken ist wieder mit von der Partie und dieser kann dafür verwendet werden, um an unerreichbare Stellen zu kommen. Die Wiederstandspunkte sind nicht einlösbar und sind hier als Balken zu sehen, denn je höher dieser wird desto näher kommt man an eines der Geschwister dieser Region.

Neben den Geschwistern, die hier wie bereits erwähnt immer eines der Endgegner der jeweiligen Regionen sind, erwarten uns auch normale und auch Zombie ähnliche Gegner. Zombies sind es nicht wirklich, denn durch die sogenannte Droge „Bliss“ werden die Feinde gefügiger gemacht und sehen halt wie Untote aus. Abwechslungsreich sind die Gegner schon, aber auch dumm. Die Gegner KI lässt an vielen Stellen zu Wünschen übrig. In einem Moment nutzt der Feind noch die Deckung und plötzlich rennen diese mit geladener Waffe auf einen zu. Sogar aus weiter Entfernung wurde ich erkannt oder auch an manchen Stellen im Gebüsch, obwohl dieses sehr dicht war. Auch war es der Gegner KI egal wenn sein Kumpel aus nächster Nähe ausgeschaltet wurde. Ich hatte für einen kurzen Moment seine Aufmerksamkeit, aber dann war wieder alles Schnee von gestern.

Die KI der Wiederstandskämpfer war auch nicht besser. So sind diese in manchen Situationen zu dämlich um ein Fahrzeug zu bedienen und fahren nicht immer der Straße lang, sondern auch mal quer durch den Wald oder auch Richtung See. Ich weiß, das ist Meckern auf hohem Niveau, aber es gibt Spiele aus dem Hause Ubisoft wo die KI nicht so unklug ist. Wo die KI nicht zu dumm war, war beim wiederbeleben der Kollegen und vom Spieler selbst. Ab und zu wurde ich im Eifer des Gefechts von einigen Gegnern überrumpelt und die KI hat mich wiederbelebt. Das Wiederbeleben funktioniert auf Knopfdruck und wenn man sich nicht wiederbeleben lassen will, dann kann man das auch abbrechen bzw. warten bis die Kollegen das Zeitliche gesegnet haben. Außerdem empfand ich einige Gegner als zu mächtig und es sah so aus als würde jeder von denen eine schusssichere Weste tragen.

Einige Verbündete schaffen hier zum Glück Abwechslung. So darf man sich auf den Hund Boomer freuen, der sich an den Gegner unbemerkt anschleichen kann oder den Bär „Cheeseburger“, der hier als Tank fungiert (Angriffe auf sich leitet) und Gegner mit nur einem Schlag außer Gefecht setzt. Wer nicht alleine unterwegs sein will, der kann sich Verbündete dank des Online Koop-Modus holen und dieser steht euch erst zur Verfügung, wenn ihr das Startgebiet abgeschlossen habt. Diesmal könnt ihr mit einem Freund das komplette Spiel gemeinsam durchspielen und auf Sekten-Jagd gehen, doch leider ist es nicht so wie gedacht. Der Partner der an eurer Sitzung teilnimmt, für den wird kein Missionsfortschritt gespeichert und muss die Missionen alleine oder mit wem anderen dann wieder spielen. Das einzige was übernommen wird sind die Fähigkeiten und der Loot. Schade eigentlich, so hätte „Far Cry 5“ noch mehr Spaß gemacht. Wem dieser Multiplayer-Part zu wenig ist, der kann dank des „Arcade-Modus“ weitere Koop-Herausforderungen und auch Multiplayer Matches abschließen. In diesem Modus können eigene Maps dank einem Editors erstellt werden und mit Freunden als auch anderen Spielern gegeneinander antreten. Alles was ihr  dem Modus freispielt, könnt ihr dann im Hauptspiel einsetzen. Praktisch!

Genug mit der Meckerei, jetzt kommen die schönen Dinge aus dem Spiel. Zum ersten Mal in der Geschichte der „Far Cry“ Reihe ist es möglich sich einen eigenen Charakter zu erstellen. Die Charaktererstellung ist zwar sehr simpel gehalten, aber es ist immerhin ein kleiner Anfang. So können wir uns vor dem Beginn des Spiels aussuchen, ob wir ein männlicher oder weiblicher Deputy sind und nach dem Intro können wir den dann gestalten. Wie gesagt ist es sehr simpel gehalten und wir können uns unsere Hautfarbe, Haarfarbe und auch unsere Klamotten aussuchen. Nach der Charaktererstellung geht es auch gleich los mit den Missionen. Befindet man sich am Anfang noch auf einer kleinen Insel, so ist man schon nach knapp ner Stunde Spielzeit auf den Straßen von Hope County.

Als kleines Easter Egg schickt uns der Funker auf einen Turm um diesen Einzunehmen. Dieses Mal bleibt es aber nur bei diesem Einzigen. Danke Ubisoft! So quatschen wir einfach mit den Leuten in der Stadt und die bitten uns einige Missionen zum erledigen an. Dabei handelt es sich um viele Hauptmissionen (Story), einige Nebenmissionen und auch Schatzsuchen sind mit dabei. Bei den Schätzen finden wir neben Geld, auch noch seltene Waffen oder auch Skillhefte für den Talentbaum. Wer mal knapp bei Kasse sein sollte, der kann sein Geld auch mit Wild jagen dazuverdienen und das geplünderte Fell an einen Händler verkaufen. Gefundene Karten dienen zur Aufdeckung der Weltkarte und können zusätzlich beim Händler verkauft werden, da die sonst Platz im Inventar einnehmen würde und unbrauchbar sind.

Die Grafik von “Far Cry 5” ist viel besser als bei den Vorgängern und man sieht es eindeutig. Hier haben sich die Entwickler viel Mühe gegeben und alles rausgeholt um das Spiel auf der Konsole sehr gut aussehen zu lassen. Wir haben “Far Cry 5” auf einer PlayStation 4 Pro samt 4K Fernseher mit HDR Unterstützung gespielt. Die Farben waren mit dem HDR sehr kräftig und wurde dank der 4K Auflösung sehr gut dargestellt. Leider löst die PlayStation 4 Pro Version von „Far Cry 5“ nicht in nativem 4K auf, aber das Spiel kann sich trotzdem sehen lassen. Natürlich dürfen auch hier die atemberaubenden inszenierten Zwischensequenzen von Ubisoft nicht fehlen und die sind wie immer grandios umgesetzt. Der Sound hat mir im Allgemeinen sehr gefallen und in den Feuergefechten fühlte man sich mittendrin satt nur dabei, aber der Soundtrack vom Spiel rundet es komplett ab. Egal bei welchem Geschehen, ob es ruhig oder stressig zur Sache ging, waren im Hintergrund Kirchenchöre zu hören. Himmlisch!

Hinweis: Das Testmuster wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Vielen Dank nochmals!

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https://www.youtube.com/watch?v=VR2KqWGOpFI
  • Story
  • Grafik
  • Gameplay
  • Spielspaß
4

Fazit

„Far Cry 5“, der neue Hit aus dem Hause Ubisoft kann sich wirklich sehen lassen. Ich hatte viel Spaß mit dem Erledigen der Missionen und der Jagd auf Sektenmitglieder. Die Open-World ist riesig und auch belebt, denn überall kann man Mitglieder von Eden’s Gate antreffen. Wem das zuviel wird, der kann auch eine Pause einlegen und Fischen gehen. Was die Spielzeit angeht ist diese nach knapp 30h zu Ende, aber kann natürlich erweitert werden wenn man nicht alle Aufträge erledigt hat. Leider ist es wiedermal ein typischer „Far Cry“ Titel wo man einen langweiligen Endgegner hat und diesen selten zu Gesicht bekommt. Wieso kann Joseph Seed nicht wie Vaas aus „Far Cry 3“ sein, ein unberechenbarer Psychopath? Trotz einigen negativen Punkten ist „Far Cry 5“ eine sehr gelungene Einzelspieler Erfahrung mit sehr viel Spaß, Schießereien und auch viel Hallelujah!

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