Spieletest – No Man’s Sky (PlayStation 4)

Spieletest – No Man’s Sky (PlayStation 4)

Obwohl ich unter einer sogenannten Planetophobie (Angst vor Planeten oder großen Objekten) leide, habe ich mich trotzdem für euch in die unendlichen Weiten des Weltalls begeben. Dabei habe ich zwei neue Planeten und viele neue Spezies entdeckt.

Kurz nach dem Start von „No Man’s Sky“ sieht man einen Ladebildschirm und fliegt an vielen Planeten vorbei und landet dann auf einem zufallsgenerierten Planeten. Mein Start-Planet heißt „Lintar Nozovomi“. Auf dem Planeten hat es unter Tags -23,6 Celsius und in der Nacht wurde es ständig um eine Spur kälter, -80,6 Celsius. Wenn man sich keinen Unterschlupf oder eine Höhle gesucht hat, dann ist die Innentemperatur vom Raumanzug schnell gefallen. Der Planet bestand aus reichlich Bergen und sehr vielen Klippen. Dank des Jetpacks konnte man die Klippen leicht überwinden. „No Man’s Sky“ haut den Spieler einfach rein ins Spiel ohne eine Art Tutorial. Man wacht auf und sieht vor sich die Landschaft des Planeten und das eigene Raumschiff. Da die Startschubdüsen vom Raumschiff defekt waren, musste ich nun Materialien suchen um mich auf dem Planeten mit dem Raumschiff fortzubewegen. Mit Hilfe des Scanners konnte ich nahe gelegene Materialien finden wie Eisen oder auch Plutonium. Abbauen bzw. zerstören konnte ich dies mit einem Bergbaustrahl den meine Waffe abfeuern konnte. Die sogenannten Wächter die auf dem Planeten umherfliegen konnte ich nur mit Mühe mit dem Bergbaustrahl eliminieren. Mir ist dabei aufgefallen dass die Wächter nur dann auftauchten, wenn man vor deren Augen mit dem Abbau von Materialien begonnen hat, dies tat ich zum ersten Mal bei Nacht, da ich nicht wusste was passieren würde. Ab dem Zeitpunkt habe ich dann etwas mehr aufgepasst. Irgendwann im Spielverlauf habe ich mir dann eine richtige Schusswaffe gebastelt und danach konnte ich die Wächter mühelos besiegen. Ist mal das Inventar voll, kann man per Knopfdruck die abgebauten Rohstoffe zum Raumschiff schicken, doch dieses ist auch begrenzt und funktioniert nur wenn man sich in unmittelbarer Nähe vom Raumschiff befindet. Im schlimmsten Fall musste ich leider die Materialien wegschmeißen. Doch nicht nur die Wächter stellten eine Bedrohung dar, sondern auch manche Tiere die auf dem Planeten lebten. Ich war froh dass zu 80% der Tiere da nur Pflanzenfresser waren, denn die anderen 20% waren irgendwelche Käfer oder Skorpione die mich angegriffen haben, wenn ich ihnen zu nahe kam. Also weglaufen oder mit dem Jetpack wegfliegen – schon war man den Angreifer los. Die umherlaufenden Tiere konnte man auch füttern, hat man dies getan so erschien über dem Kopf des Tieres ein lachendes Smiley.

Während meiner Erkundung des Planeten wurde ich immer neugieriger und es wurde immer interessanter. Ich wollte einfach alle Wegpunkte ausfindig machen die es auf dem Planeten gab. Auf diesen „Checkpoints“ die auf dem Planten verteilt waren, konnte ich neue Baupläne oder die Sprache der Spezies des Planeten erlernen. Außerdem konnte man dank eines speziellen Zooms Tiere, Pflanzen oder andere Gesteine scannen. Diese wurden dann im Startmenü in einer Bibliothek gespeichert und zusätzlich können die gescannten Objekte hochgeladen und in Units umgewandelt werden. Units ist die Währung von „No Man’s Sky.

Nachdem ich einige Stunden im Spiel verbracht hatte, erreichte ich die erste Raumstation und darin befand sich ein mir gegenüber friedlicher Alien – oder war ich das Alien für ihn? Verstanden habe ich ihn nur teilweise, da einige Wörter sehr fremd waren. Ein Wort hat er mir beigebracht und das war das Wort „Eindringling“. Für ihn war ich zwar keiner, aber für alle anderen die mich sehen bzw. antreffen. Nach dem kleinen Gespräch mit dem netten Fremden, konnte ich dann die kleine Raumstation erkunden und meine gefundenen Materialien verkaufen oder weitere noch zusätzlich ankaufen. Und da mein Raumschiff knappe 12 Minuten zu Fuß entfernt war, konnte ich dieses mit Hilfe von einem selbst hergestellten Überbrückungschips herbeirufen. Doch bevor ich den Planeten verlassen konnte, musste ich noch etwas an Materialien finden und dabei habe ich noch einiges an Wegpunkten und Lager gefunden. Die Entscheidung den Planeten zu verlassen fiel mir ziemlich schwer, denn der Planet war nur zu 40% erforscht. Dennoch wollte ich den Nachbarplaneten erkunden, den ich jeden Tag und jede Nacht am Himmel sah und dieser sah von der Ferne ziemlich dem Planeten Erde ähnlich. Also stieg ich in mein Raumschiff und flog Richtung Sterne und da sah ich es … das Universum und den Nachbarplaneten. Das Fliegen ist gar nicht so schwer wie ich mir dachte. Mit der „R2“ Taste startet man vom Boden aus und fliegt Richtung Atmosphäre. Hat man einen Planeten anvisiert so kann man diesen mit der normalen Geschwindigkeit anfliegen, was jedoch etwas länger dauert oder man betätigt die Tasten „L1“ und „R1“ und startet den Impulsschub um den Planeten innerhalb von Sekunden zu erreichen. Nächster Halt: „Hodanoyamat-Aayak“.

Damit „No Man’s Sky“ nicht schnell langweilig wird, haben die Entwickler Herausforderungen eingebaut – Ingame Erfolge. Hier sieht man zum Beispiel wie weit wir bereits zu Fuß gegangen sind oder wieviele Wächter wir ausgeschaltet haben.

Grafisch sieht „No Man’s Sky“ zwar sehr gut aus, aber leider sind an paar Stellen des Spiels matschige Texturen und schwebende Objekte die nicht schweben sollten. Tiere laufen ab und zu durch Objekte oder bewegen sich keinen Millimeter, da diese im Boden steckenbleiben. Die Landschaften sehen jedoch detailreich aus und der Spaß vom Erforschen der unbekannten Planeten hört einfach nicht auf. An jeder Ecke kann man einen weiterenUnterschlupf oder auch ein Artefakt finden, mit dem wir unsere Sprache erlernen. Allein der Soundtrack von „No Man’s Sky“ ist himmlisch. Die Band „65daysofstatic“ hat diesen komponiert, welche uns im ganzen Spiel instrumental begleitet.

Hinweis: Das Testmuster wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Vielen Dank nochmals!

  • Story
  • Grafik
  • Gameplay
  • Spielspaß
4

Fazit

Mit „No Man’s Sky“ haben die Entwickler „Hello Games“ ein Survival-Adventure veröffentlicht, welches unglaublich großen Spaß macht. Man geht auf Entdeckungstour und will einfach alles entdecken und erforschen -fast wie ein kleines Kind. Laut den Entwicklern soll die Spielzeit zwischen 30 und 100 Stunden liegen, aber um alle Planeten zu erkunden benötigt man Jahrhunderte … Nichtsdestotrotz ist „No Man’s Sky“ ein wirklich sehr gutes Spiel geworden mit riesigem Langzeitfaktor. Für einige Spieler kann es jedoch das komplette Gegenteil sein, ständig nur von Planeten zu Planeten zu fliegen und zu erforschen. Daher unser Tipp: vielleicht paar Gameplay Videos ansehen. Für die Jäger und Sammler unter euch, das ideale Konzept. Seid ihr bereit um in die unglaublichen Tiefen des Universums zu tauchen? Wir schon!

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