Spieletest – Override: Mech City Brawl (PlayStation 4)

Spieletest – Override: Mech City Brawl (PlayStation 4)

Als großer Mech-Fan konnte ich „Override: Mech City Brawl“ nicht aus den Augen lassen und konnte es kaum bis zum Release erwarten. Wer hat nicht davon geträumt mit seinem Mech durch Großstädte zu stampfen, diese Ala Godzilla zu zerstören und den Kontrahenten zu besiegen. Mit „Override: Mech City Brawl“ ist dies möglich, und wie es sich so spielt, erfahrt ihr in unserem Test.

In „Override: Mech City Brawl“ tretet ihr mit verschiedenen Mechs gegen anderen Mechs an und versucht diese zu besiegen. Das Spiel ist unterteilt in einem Storymodus und natürlich darf hier der Onlinemodus auch nicht fehlen. Wer am Anfang Probleme mit der Steuerung hat, der sollte das Tutorial spielen denn „Override: Mech City Brawl“ unterscheidet sich ein wenig von anderen Spielen. Zwar ist das Steuern der Mechs ganz leicht und geht flüssig von der Hand, jedoch ist das Kämpfen hier anders gelöst. Ihr schlägt nicht mit den normalen Tasten hin, sondern benutzt Eure Schultertasten zum Kämpfen. So dienen die oberen Schultertasten als Arme und die unteren Schultertasten als Beine, mit denen ihr zuschlagen könnt. Im Storymodus schlüpft ihr in die Rolle von einem der 12 verschiedenen Mechs, diese stehen euch alle von Anfang an zur Verfügung, und besucht verschiedene Kontinente um die bösartigen Mechs und deren kleinen Schergen in dem jeweiligen Land zu vernichten. Die Umgebung ist komplett zerstörbar und es bleibt kein Haus mehr unberührt. Komplett kann man die Welt nicht erkunden und es bleibt nur ein kleiner Bereich zum Kämpfen. Die Kämpfe sind meistens kurz gehalten und dauern je nach Skill und eingestelltem Schwierigkeitsgrad bis zu fünf Minuten. Wer jetzt denkt, der kann ununterbrochen zuschlagen, den müssen wir hier enttäuschen. Eure Schläge haben hier eine kleine Abklingzeit und euch bleibt nicht viel übrig als vom Kampf für kurze Zeit zu fliehen. Während der sogenannten Überhitzung könnt ihr weder angreifen noch einen Sprint hinlegen und müsst versuchen so gut wie möglich auszuweichen. Zum Glück ist die Abklingzeit nur von kurzer Dauer. Sollte euer Roboter kurz vor dem Ende sein, so kann dieser sich noch einen ultimativen Angriff ausführen. Jeder Mech hat seinen eigenen ultimativen Angriff und dadurch verursacht er mehr Schaden. Leider kann man diesen nur ausführen, sobald man wenig Leben hat und nicht während des gesamten Kampfes, schade!

Mit jedem abgeschlossenen Kampf schaltet man für seinen Roboter Mods und auch Waffen frei. Diese können sofort nach dem Freischalten ausgerüstet werden und dadurch wird der Mech stärker. Aber auch das Aussehen der Roboter kann individuell gestaltet werden, denn mit jedem abgeschlossenen Kampf kann man auch Skins freischalten. Den ersten Skin den wir freigeschalten hatten, war ein Anzugträger und das sieht während der Kämpfe ziemlich lustig aus. Die Waffen jedoch sind nicht von Anfang an ausgerüstet, denn die erscheinen im Spiel und der Spieler muss die Waffe dann quasi aufheben und ausrüsten. Als Waffen stehen dem Spieler normale Schusswaffen, Granaten, eine Pfanne aber auch Schwerter aller Arten zur Verfügung. Die Story selbst wird mit kleinen Textzeilen erzählt und ist nicht wirklich spannend. Dementsprechend dauert sie auch nicht lang und nach knapp fünf Stunden Spielzeit ist diese auch vorbei. Der Onlinemodus ist hier der Kern des Spiels und dieser ist etwas spannender als der Storymodus. Hier tritt man gegen echte Gegner an und die Server laufen hier ziemlich stabil. In den ersten Tagen vom Spiel waren die Server ziemlich leer, jedoch hat sich dies mit den Tagen geändert und es war fast immer ein Spiel innerhalb von zwei Minuten zu finden. Euch stehen hier ganz normale eins gegen eins Kämpfe, aber auch der Brawl-Modus. Im Brawl-Modus könnt ihr zu viert einen Mech steuern und das ist ziemlich chaotisch und auch witzig. So steuert jeder Spieler eine der vier Gliedmaßen und kann so zuschlagen. Die Bewegung selbst wird immer von Spieler eins bedient. Auch hier immer auf die Abklingzeit achten. Habt ihr keine Lust den Onlinemodus, so könnt ihr auch lokal gegen einen anderen Spieler antreten. Insgesamt stehen euch zehn Karten zur Verfügung die an ein Land angelehnt und diese sind alle komplett zerstörbar.

Wir haben „Override: Mech City Brawl“ auf einer PlayStation 4 Pro samt 4K Fernseher mit HDR Unterstützung gespielt, doch HDR wird von dem Spiel nicht unterstützt. Das Spiel erinnert grafisch an einen Comic und erinnert an Filme wie „Transformers“ oder auch „Pacific Rim“. Sobald man das Spiel startet, ertönt ein sehr guter Soundtrack im Menü der an einen alten Anime erinnert, aber auch während der Kämpfe kann sich der Soundtrack hören lassen. Hat man eine Anlage daheim, so sind die Kampfgeräusche oder auch der Soundtrack sehr gut rübergebracht und man denkt, dass man mittendrin im Geschehen ist. Die Mechs reagierten alle perfekt auf Knopfdruck und es kam nie vor, dass es zu Verzögerungen gekommen ist. Ab und zu ist es während der Kämpfe zu kleineren Framerate Einbrüchen gekommen, die das Spiel ein wenig ins Stottern gebracht haben. Trotzdem ist das Spiel immer flüssig gelaufen und hatte sonst keine anderen Probleme.

Hinweis: Das Testmuster wurde uns vom Hersteller bzw. einer Agentur zur Verfügung gestellt. Vielen Dank nochmals!

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https://www.youtube.com/watch?v=T1IdFwREhyQ
  • Story
  • Grafik
  • Gameplay
  • Spielspaß
3.8

Fazit

„Override: Mech City Brawl“ ist in Großem und Ganzen ein sehr guter Mech-Brawler und sticht mit seinen Anpassungsmöglichkeiten heraus. Storytechnisch kann das Spiel wenig punkten, aber durch das Ausrüsten der Mods, Waffen und auch Skins kann sich jeder Spieler seinen Mech so gestalten, wie er will. Durch den einzigartigen Multiplayer-Modus, wo vier Spieler einen Mech steuern, können sehr viele Stunden an Spielspaß draufgehen. Wer ein rasantes Spiel sucht und Mechs liebt, der sollte hier zuschlagen, denn dieser Brawler ist für die ganze Familie geeignet.

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