Spieletest – PlayerUnknown’s Battlegrounds (Xbox One)

Spieletest – PlayerUnknown’s Battlegrounds (Xbox One)

Ich habe mich die letzten ein­ein­halb Monate mit „PlayerUnknown’s Battlegrounds“ auf der Xbox One beschäftigt und will euch nun ein wenig über das Spiel erzählen. „PlayerUnknown’s Battlegrounds“ ist bereits seit März 2017 als Early Access Titel für den PC erhältlich und seit dem 12.12.2017 endlich auch auf der Xbox One verfügbar. Wie sich die Game Preview auf der Xbox One so schlägt, erfahrt ihr nun in den kommenden Zeilen!

„PlayerUnknown’s Battlegrounds“ ist bestimmt vielen Spielern ein Begriff , denn dabei handelt es sich um ein Battle Royale Game. Aber wie kommt man auf so einen komischen Namen für das Spiel? Ganz einfach: Playerunknown ist der Nickname des irischen Entwicklers Brendan Greene. Er ist der Macher der 2011er Battle Royale Mod für die Militärsimulation „Arma 3“ und war auch bei der Entwicklung von „H1Z1: King of the Kill“ beteiligt. Im Endeffekt ist er der Vater des modernen Battle Royale und entwickelte ein eigenes Spiel.

In „PlayerUnknown’s Battlegrounds“ treten 100 Spieler gegeneinander an und wer als Letzter am Leben bleibt, der gewinnt das Spiel. Das Spiel startet in einer Lobby wo sich nach und nach die Spieler versammeln und sobald die Spieleranzahl erreicht ist, geht es schon mit dem Flieger Richtung verlassene Insel los. Die Spieler werden auf einer verlassenen Insel abgeworfen und nun heißt es so schnell wie möglich Waffen und Schutzausrüstung in den verlassenen Häusern zu finden. Der Spieler kann per Knopfdruck den Abwurfort selbst bestimmen und sich so auf einen Angriff auf den Gegner vorbereiten. Waffen und Schutzausrüstungen sind ziemlich rar gesät und so kann es mal vorkommen dass man im ersten Haus nur eine Pistole statt einem Maschinengewehr erwischt oder man findet nur Munition bzw. Schutzausrüstung. Zu den Waffen gibt es auch passende Waffenaufsätze und die sind auch nur in den Häusern auffindbar bzw. können von toten Spielern erbeutet werden. Zum Glück können auch Heilmittel wie Energydrinks, Medikits und Tabletten gefunden werden und diese sind in Kämpfen meistens hilfreich. Während Energydrinks und die Tabletten den Spieler nur teilweise heilen, können Medikits den Spieler fast komplett heilen. Eine Selbstregeneration existiert in „PlayerUnknown’s Battlegrounds“ nicht, also Vorsicht ist geboten!

Wer jetzt denkt der kann sich die ganze Zeit auf der verlassenen Insel verstecken, der irrt! Die Arena um die verlassene Insel wird kon­ti­nu­ier­lich durch eine blaue Barriere verkleinert und wer sich nicht innerhalb der bestimmten Zeit in dieser befindet, erleidet Schaden und kann natürlich auch draufgehen. So entstehen manchmal sehr dramatische und spannende Kämpfe bis zum Eintreffen der Barriere. Sollte man sich in einer roten Zone befinden, so heißt es so schnell wie möglich in einem der Häuser verstecken. Die Rote Zone erscheint per Zufall auf der Karte und dieses Gebiet wird für einige Sekunden bombardiert. Wer es nicht rechtzeitig in ein Haus schafft, der ist so gut wie tot! Gelegentlich erscheinen auch die sogenannten Air Drops. Diese werden von einem vorbeifliegenden Flugzeug in eine bestimmte Zone abgeworfen und können nicht nur Vorräte, sondern auch seltene Waffen beinhalten. Erkennbar sind die Air Drops durch einen roten Rauch in der Nähe. Auch hier muss man taktisch vorgehen, denn natürlich wollen auch die anderen Spieler die nötigen Vorräte plündern.

Um sich einen besseren Überblick der Spielwelt zu verschaffen, so kann man zwischen der Ego-Perspektive und 3rd Person Sicht wechseln. Ich empfehle die 3rd Person Sicht, da man hier die Umgebung besser im Auge behalten kann. Wer nicht allein auf Menschenjagd gehen will, der kann mit bis zu vier Mitspielern ein eigenes Team gründen oder sich auch einem fremden Team anschließen. Im Team ist man besser dran, da man sich gegenseitig den Rücken stärkt und nicht vom Feind aus dem Hinterhalt angegriffen werden kann. Sicherheit geht vor und im Team kann man sich besser absprechen und Angriffe sehr gut planen! Sollte man allein unterwegs sein, so muss man ständig auf der Hut sein um nicht so früh wie möglich das zeitliche zu segnen. Wer keine Lust hat auf einem Server zu spielen, wo man zwischen 3rd Person und auch First Person wechseln kann, der kann sich im Hauptmenü für einen reinen Server entscheiden der nur aus der jeweiligen Perspektive spielbar ist. Diese sind Anfangs gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit ist dies kein Problem mehr.

Wie lange eine Runde dauert entscheidet eigentlich das Schicksal! Mal kann es fast eine Stunde dauern, da man zu einem der letzten Überlebenden zählt oder auch nur paar Minuten falls man sich in einer unglücklichen Zone befindet wo sich nun mal sehr viele Spieler befinden. Nach jedem Match, egal ob Sieger oder Verlierer, erhält man Battle Points und mit diesen Pukten können Kisten gekauft werden um Outfits freizuschalten. Leider befindet sich in der gekauften Kiste nur ein Kleidungsstück, dieses wird per Zufall ausgewählt und man weiß nicht was der Spieler erhält. So kann sich in der Kiste ein Hemd, Schuhe, Maske oder auch eine Hose befinden. Kleiner Kritikpunkt: Für den Wert der Kisten, ist der Inhalt ziemlich wenig. Denn die erste Kiste kommt auf einen Preis von 700 BP. Ein guter Spieler hat diese BP schon nach dem ersten Match drinnen, aber ein etwas schwächerer Spieler braucht daher etwas länger. Das Problem an der Sache ist, dass die Kisten nicht immer 700 BP kosten sondern sich der Preis immer wieder verdoppelt und das ist ziemlich mühsam. Überhaupt, wie bereits erwähnt, ist der Inhalt für so einen stolzen Preis echt mickrig und die Items werden dadurch auch nicht besser. Ich hoffe bis zum finalen Release wird dies ein wenig überarbeitet, damit auch schwächere Spieler in den Genuss von den Kisten kommen. Es sei denn, man holt sich die Kiste nur einmal die Woche. Denn der Preis der Kisten wird wöchentlich zurückgesetzt und somit fällt der Preis wieder zurück auf 700 BP.

Für eine Early Access sah das Spiel in den ersten Wochen auf einer Standard Xbox One ziemlich mies aus. Die Texturen waren sehr matschig und das Spiel lief nicht ganz flüssig. Die Xbox One X Version hingegen sah grafisch um einiges besser aus, aber flüssiger lief es auf der auch nicht wirklich. Es kam bei beiden Versionen zu mehrmaligen Rucklern und man merkte auch dass das Spiel noch nicht komplett optimiert wurde. Aber mann muss ja bedenken dass es sich dabei noch um eine sehr frühe Alpha Version handelt und bis zum finalen Release kann sich noch viel ändern. Das Zielen mit den Waffen war gewöhnungsbedürftig, da man meistens aus weiter Entfernung nur sehr selten traf. Aber aus nächster Nähe traf man den Gegner eindeutig besser.

Knapp einem Monat nach dem Release von „PlayerUnknown’s Battlegrounds“ haben die Entwickler mit dem vierten Update das Spiel spielbarer gemacht und es lief flüssiger als in den ersten Wochen. Die Texturen waren nach dem Update auf beiden Konsolen deutlich besser und das Zielen mit den Waffen wurde verbessert. Man traf sogar aus weiterer Entfernung mal einen Gegner.

Weiterer Kritikpunkt ist die überladene Steuerung. Am Anfang tut man sich ein wenig schwer diese auswendig zu lernen. Die Entwickler mussten einige Tasten sogar doppelt belegen, da sich einige Tasten sonst nicht ausgegangen wäre. So kann man zum Beispiel mit dem linken Trigger zwar etwas anvisieren, aber dadurch kommt man nicht zum Kimme und Korn. Erst wenn man den linken Trigger doppelt drückt, erhält man dadurch das bekannte Kimme und Korn und kann damit den Gegner besser anvisieren.

Da jeder Spieler von null beginnt, läuft das Matchmaking auf beiden Konsolen sehr gut. Laut meinen Tests ist man auf der Xbox One X um paar Sekunden schneller in der Lobby als mit der Standard Xbox One, aber das sollte jedem klar sein. Spiele wurden im Solo Modus sehr schnell gefunden und es kam nur vereinzelt zu Wartezeiten von nur knapp zwei Minuten. Anfangs war es so, dass wenn man im Squad spielen wollte und man nur zu Dritt war, musste man auf einen weiteren zufälligen Spieler warten. Dank dem Feedback haben die Entwickler dieses auch überarbeitet und man kann nun das Spiel als Squad auch zu Dritt bestreiten. Die Wartezeiten bei solcher Konstellation betrugen am Anfang knapp fünf Minuten und mit der Zeit waren dann kaum Wartezeiten vorhanden. So kurze Wartezeiten kenne ich von vielen Spielen nicht und das ist ein sehr großer Pluspunkt!

Hinweis: Das Testmuster wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Vielen Dank nochmals!

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https://www.youtube.com/watch?v=-t5YLGn3VHQ
  • Multiplayer
  • Grafik
  • Gameplay
  • Spielspaß
3.3

Fazit

Winner Winner Chicken Dinner! „PlayerUnknown’s Battlegrounds“ ist ein Phänomen das einige Spieler nicht verstehen, aber andere jedoch schon! Vielen wird das Spiel zu eintönig rüberkommen, aber das Spiel macht sehr viel Spaß auch wenn man nicht immer als Sieger hervorgeht. Man kann ein sehr guter Spieler sein, aber wenn man keine Ausrüstung findet endet es für den auch sehr schnell. Leider hat das Spiel auch seine Schattenseiten. Egal auf welcher Xbox One man spielt, es läuft einfach nicht immer flüssig genug und das Spiel ist von vielen Fehlern geplagt. Doch dafür sind ja Game Previews doch da, oder nicht? Die Macher können sich gerne noch ein wenig Zeit lassen um das Spiel für die Xbox One zu optimieren um ein perfektes Spielerlebnis zu kreieren. Für ein finales Fazit ist es doch noch ein wenig zu früh, deswegen habe ich hier ein vorläufiges Fazit vergeben. Ich werde das Spiel in den nächsten Monaten weiter im Auge behalten und sobald das Spiel in seiner finalen Fassung auf der Xbox One erscheint, gibt es dann ein Update!

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