Spieletest – Recore (Xbox One)

Spieletest – Recore (Xbox One)

„Recore“ wurde vor paar Jahren auf der E3 via Trailer vorgestellt und nun konnte ich mich endlich in das Abenteuer von Joule und ihrem Roboterhund Meck stürzen.

„Recore“ erzählt, wie bereits oben erwähnt, die Geschichte von Joule Adams und ihrem Roboterhund Meck die auf dem Planeten Neu-Eden wohnen und beide müssen feststellen, dass der Wüstenplanet auf dem sie sich befinden plötzlich von merkwürdigen Robotern beherrscht wird. Also heißt es raus in die Wüste und Forschen was da vor sich geht. Die erste Stunde  erinnerte am Anfang an „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ und ich kam mir vor als wäre ich Rey auf dem Wüstenplaneten Jakku. Überall waren Wrackteile vorzufinden. Nichtsdestotrotz musste ich im Spiel mich den gegnerischen Robotern zur Wehr setzen und deren Kerne während des Kampfes mittels Knopfdruck extrahieren und mit den Kernen konnte ich dann Meck oder die anderen Begleiter die ich während des Spielverlaufs erhielt verstärken bzw. kosmetisch verändern. Dass Extrahieren des Kerns ist ein kleines Minispiel, mit dem man mit dem rechten Stick interagiert. Dem Gegner muss natürlich vorher etwas an Leben abgezogen werden damit ich dies überhaupt durchführen konnte. Bekämpfen lassen sich die feindlichen Roboter mit der Schusswaffe von Joule die sie immer bei sich trägt und durch die Attacken vom Roboterhund Meck die per Knopfdruck ausgelöst werden können. Gut fand ich dass wenn die Gegner mich angegriffen haben und ich versucht habe deren Kern zu entfernen, wurde ich von anderen gesehen und die griffen mich ebenfalls an. Außerdem muss man im späteren Verlauf viel taktischer gegen die Gegner vorgehen, denn bei Bosskämpfen ist eigene Strategie gefragt.

Man erhält nämlich verschiedene Munitionsfarben (bunte Kerne) die zum Bezwingen von manchen Gegnern notwendig sind und diese stehen uns die ganze Zeit zur Verfügung und können jederzeit gewechselt werden. Die schaltet man im Laufe des Spiels frei. Während ich mit dem roten Kern auf rote Robotergegner schoss, wurde natürlich auch dementsprechend Schaden gemacht. Schoss ich jedoch mit dem roten Kern auf einen blauen Robotergegner, so zog ich ihm nur sehr wenig Leben ab. Noch zu erwähnen wäre hier das automatische Zielen während des Kampfes. Visiert man einen Gegner an und erledigt ihn, so springt das Fadenkreuz automatisch zum nächsten Gegner und man kann einfach weiterschießen. Die Munition ist zwar unbegrenzt, jedoch sollte man nicht übertreiben da sich die Waffe überhitzt und diese immer wieder abkühlen muss. Je mehr Gegner ich erledigt habe, desto höher wurde auch mein Kombo und umso mehr wurde der Schaden der Waffe erhöht. Was mir auch noch gefiel waren die Gefühle vom Robterhund Meck. Er wirkte auf mich wie ein echter Hund und er war auch sehr hilfreich bei den erwähnten Kämpfen und beim Suchen von Gegenständen. Die hat er natürlich mit seiner Metall-Spürnase erschnüffelt und danach ausgegraben.

Das Spiel ist so aufgebaut, dass wir zwar immer in eine lineare Richtung laufen, aber diese sind mit sehr schneller Action, Levelforschung und Plattformrätseln verknüpft und abseits der Haupt-Story nebenbei andere Dinge erledigen konnte. Die Plattformen erreichte ich mit meinem ausgerüsteten Düsen-Exo-Skelett. Haben ich das gewünschte Areal erledigt, so konnte ich mich im Menü zurück nach Hause teleportieren oder den Weg zurücklaufen. Ebenfall können dort meine gesammelten Gegenstände einlagert oder auch wie bereits erwähnt meine Roboter verstärkt bzw. sein Aussehen verändert werden. Die Geschichte wird im Hintergrund von dem verschwundenen Dr. Thomas Adams aus dem Off erzählt und nähere Informationen zu den Roboter-Gegnern erfuhr ich aus dem Spielmenü. Nach fast 15 Stunden Spielzeit ist „Recore“ dann auch vorbei und ich muss sagen es hätte keine Spur länger dauern müssen und bei dem Preis von 39,99€ ist das mehr als genug.

Grafisch sieht „Recore“ verglichen mit anderen Xbox One Exklusivtitel nur mittelprächtig aus. Zwar sieht man während man sich durch die Wüste bewegt seinen Schatten und die eigenen Fußspuren, aber an manchen Stellen wie in einer Höhle fielen mir kleinere Grafikfehler und sehr schwache Texturen auf. Die Lichteffekte in einer der Höhlen haben mich jedoch umgehauen, es wirkte alles real. Joules Haar wirkten auf mich wie als hätte sie zu viel Haarspray verwendet, denn diese haben sich im ganzen Spiel keinen Millimeter bewegt. Meck hingegen war für mich wirklich sehr gut detailliert, sogar sein Schwanz wedelte und genau solche Kleinigkeiten machen mich glücklich – das Spiel wirkt dadurch besser und realistischer. Leider gibt zwischen den verschiedenen Arealen auch Ladezeiten die bis zu drei Minuten lang dauern, bis wir wieder ins Spielgeschehen eingreifen können – leider kann das wirklich sehr nervig sein. Diese Ladezeiten erinnern mich an ein Spiel das fast nach einem Jahrzehnt Entwicklungszeit vor paar Jahren das Licht der Welt doch noch erblickt hat. Die deutsche Synchronisierung ist auch wirklich gut gelungen und Rechtschreibfehler bei den Untertiteln sind mir nicht aufgefallen. Natürlich darf auch hier nicht der Soundtrack fehlen und den fand ich sehr hörenswert.

Hinweis: Das Testmuster wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Vielen Dank nochmals!

  • Story
  • Grafik
  • Gameplay
  • Spielspaß
4

Fazit

Hinter dem Spiel stecken die legendären Videospielmacher Keiji Inafune und die Leute vom Armature Studio, welche auch das Team der „Metroid Prime“-Serie waren. Ein für mich wirklich geglücktes Abenteuer das für die moderne Generation gestaltet wurde. Trotz der kleinen aufgezählten Mängel hatte ich mit „Recore“ meinen Spaß und Freude. Wer wollte nicht schon immer mit seinem Roboter-Begleiter sich ins Abenteuer stürzen und die Welt erkunden? Wer genau solche Abenteuer mag, für den ist „Recore“ ein Kaufgrund!

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