Spieletest – Sniper Elite V2 Remastered (Xbox One)

Spieletest – Sniper Elite V2 Remastered (Xbox One)

„Sniper Elite V2“ kennen bereits einige Spieler seit seiner Erstveröffentlichung im Jahre 2012 und für mich ist es der bisher beste Teil der Reihe. Nun haben die Macher von Rebellion eine Remaster Version vom Spiel veröffentlicht und wie sich diese schlägt, erfahrt ihr in meinem Test!

Das Remaster von „Sniper Elite V2“ versetzt euch wie das Original ins Jahr 1945 und ihr müsst, wie der Name schon sagt, die Macher der V2 Raketen eliminieren und auch die V2 Raketen zerstören. So verschlägt es den meisterhaften Scharfschützen Karl Fairburne auf verschiedene Schauplätze in Berlin um eben die Hersteller der V2 Raketen ausfindig zu machen und diese all für allemal zur Strecke zu bringen. Ausgerüstet mit seinem Scharfschützengewehr kämpft sich Mr. Fairburne durch elf verschiedene Levels und muss nicht nur gegen normale Soldaten antreten, sondern auch gegen Panzer oder auch andere Scharfschützen. Die Panzer lassen sich zwar nicht mit dem Scharfschützengewehr leicht zerstören, aber mit ein wenig Taktik können diese mit Minen oder einem Schuss auf die blinkenden Tankdeckel dem Boden gleich gemacht werden. Hört sich leicht an, benötigt jedoch ein wenig Treffersicherheit da die Panzer immer in Bewegung sind. Euch stehen natürlich neben dem Scharfschützengewehr, auch noch Maschinengewehre und auch Pistolen zur Verfügung. Jedoch habe ich diese sehr selten benutzt und nur im Notfall eingesetzt falls es keine andere Möglichkeit gab. Die Welrod bietet sich hier am besten an wenn man Gegner aus nächster Nähe erledigen will. Quasi eine Pistole mit einem Schalldämpfer drauf. Warum das Spiel so beliebt unter Fans ist, ist neben der guten Story auch die X-Ray Kill-Cam. Sobald man einen der Körperteile eines Gegners anvisiert und den Abzug betätigt, so sieht man mittels Bullet Time wie die Kugel das oder die Organe des Gegners durchbohrt. Einfach großartig und immer wieder schön anzusehen. Wer das gar nicht haben will, der kann dies natürlich im Menü deaktivieren. Ich jedoch hab es immer aktiviert haben wollen!

Leider ist die KI der Gegner wie im Original nicht das gelbe vom Ei und so passierte es ein paar male, dass diese mich entweder nicht gesehen haben obwohl ich einen Meter vor ihnen stand oder die wollten nach der Suche nicht nach mir suchen. Auch das beenden einer Mission ist so wie im originalen beibehalten worden. So kann man die Mission auch abschließen, trotz der vielen Gegner die hinter einem her sind. Hört sich gut an, aber man hätte dies im Remaster berücksichtigen und ausbessern können. Auch im Remaster habt ihr die Möglichkeit die Kampagne mit einem zweiten Kumpel online zu bestreiten und müsst nicht unbedingt das Spiel alleine durchspielen. Vorteil hier: Falls einer von euch abkratzen sollte, so kann der zweite ihn wiederbeleben und weiter geht es. Wer mit der Story fertig ist, diese dauert je nach Spielweise bis zu sieben Spielstunden, der kann es dann auf einem höheren Schwierigkeitsgrad ausprobieren oder man beschäftigt sich mit den DLC’s, denn das Remaster hat diese alle mit an Bord! Einer der DLC’s ist der bekannte „Assassinate the Führer“ DLC. Da müsst ihr den Führer, auch bekannt als Adolf Hitler, in schnellstmöglicher Zeit eliminieren bevor er den Zug erreicht. Sollte er den Zug vor seinem Tod erreichen, so müsst ihr die Mission nochmals beginnen und könnt es noch einmal versuchen.

Wir haben die Remaster Version von „Sniper Elite V2“ auf einer Xbox One X samt 4K Fernseher mit HDR Unterstützung gespielt. Hat man das Spiel im Modus „Auflösung“ gespielt, sah dieses dank der 4K Auflösung sehr gut aus und dank dem HDR wurden die Farben gut dargestellt. Spielte man das Spiel im Modus „Leistung, so wurde die Grafik bzw. das HDR ein wenig runtergeschraubt und sah trotzdem gut aus. Ich würde euch empfehlen „Sniper Elite V2 Remastered“ im Modus „Leistung“ zu spielen, da dadurch das Spiel besser und nicht mehr mit den gesperrten 30 FPS läuft. Das könnt ihr ganz einfach im Menü ändern, um mehr Bilder pro Sekunde zu erreichen. Dadurch läuft das Remaster flüssiger und auch die Steuerung leidet im Eifer des Gefechts nicht mehr darunter wie im anderen Modus. Der Sound der Spiels ist genauso großartig wie damals und die Schüsse hören sich sehr realistisch an. Überhaupt wenn man Gegner aus weiter Entfernung ausschalten muss und man als Schutz einen Lautsprecher oder auch Raketenstart neben sich hat, der den Schuss übertönt. Klasse! Die Zwischensequenzen sind ziemlich schlecht gealtert und man merkt auch dass das Spiel schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Gesichter einiger Charaktere sehen lieblos aus und zeigen gar keine Emotionen. Auch da hätte man sich bei dem Remaster ein wenig mehr Mühe geben können. Meckern auf hohem Niveau, ich weiß… Aja, Symbole und Runen sind in der deutschen Fassung nicht enthalten und wer diese im Spiel haben will, muss zum Import greifen. Da Spiele bereits als Kunst angesehen werden, werden vielleicht in Zukunft diese mit einem Patch nachgereicht.

Hinweis: Das Testmuster wurde uns vom Hersteller bzw. einer Agentur zur Verfügung gestellt. Vielen Dank nochmals!

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https://www.youtube.com/watch?v=A_q8n7kjUnk
  • Story
  • Grafik
  • Gameplay
  • Spielspaß
3.8

Fazit

Rebellion ist das Remaster von „Sniper Elite V2“ gelungen und man darf sich wieder auf einige Spielstunden Spaß erfreuen, da diese Version alles beinhaltet was damals veröffentlicht wurde. Neben der Story und den kleineren Herausforderungen wie dem „Assassinate the Führer“ DLC, besitzt das Spiel einen Multiplayer der sich sehen lassen kann. Euch erwarten hier kleinere PVP Matches, aber auch Kämpfe gegen Horden von Gegnern. Trotz des gelungenen Remasters hat „Sniper Elite V2“ seine Schwächen. Die Grafik ist für heutige Verhältnisse nicht mehr zeitgemäß und auch an der KI der Gegner hätte man nachbessern können. Hardcore Fans wie ich die die „Sniper Elite“ Reihe lieben und solche Art von Spielen mögen, denen kann ich das Remaster wirklich ans Herz legen. All die das Spiel zum ersten Mal spielen, werden zwar nicht enttäuscht werden aber die Grafik wird euch nicht vom Hocker hauen.