Spieletest – Starlink: Battle For Atlas (PlayStation 4)

Spieletest – Starlink: Battle For Atlas (PlayStation 4)

Toy2Life Spiele sind bereits leider ausgestorben, doch Ubisoft hat sich getraut und mit „Starlink: Battle For Atlas“ dieses veröffentlicht. Wie sich dieses schlägt und ob es mit der Zeit teuer wird, erfahrt ihr in unserem Test!

„Starlink: Battle For Atlas“ entführt den Spieler ins Atlas Sternystem und die Geschichte dazu ist recht simpel gehalten. Wir geraten bei einem Erkundungsflug zwischen den Fronten interplanetaren Krieges und die Legion, die Bösen im Spiel, wollen das ganze Sternystem an sich reißen und über dieses herrschen. Damit das nicht passiert, besuchen wir verschiedene Planeten, suchen dort nach Freunden um eine Allianz zu gründen, um uns gegen die Legion zu stellen und diese endgültig zu besiegen. Wir schlüpfen hier in die Rolle von Piloten Mason Rana und erkunden die Planeten, wo uns einige Hauptmissonen, aber auch viele Nebenmissonen erwarten. Man erkundet die Planeten am Boden oder auch in der Luft mit seinem kleinen Raumschiff und dieses kann man individuell anpassen. So rüstet man das Raumschiff mit verschiedenen Waffen und Mods aus, um den Schaden der Waffen oder die Haltbarkeit des Schiffs zu erhöhen. Die Mods selbst erhält man durch das Abschließen von Missionen, aber auch durch Entdecken von barrikadierten Lagern. Diese lassen sich mit der passenden Waffe öffnen. Das Ausrüsten der Modifikationen ist hier vorteilhaft, denn bei einigen Gegnern werden diese benötigt, da der Schaden sich durch das Leveln nur leicht erhöht. Die verschiedenen Gegnertypen können zwar mit immer denselben Waffen besiegt werden, jedoch verlieren die dadurch weniger Leben da diese verschiedene Elemente besitzen. So kann man einen Gegner mit dem Element Eis schneller mit einer Waffe des Typs Feuer besiegen als mit einer Eiswaffe, denn die würde nicht nur fast keinen Schaden machen, sondern ihn auch heilen. Da die Waffen auch eine Abklingzeit von wenigen Sekunden haben, stehen euch dafür auf jeder Flügelseite jeweils eine zur Verfügung. So könnt ihr den Gegner mit der einen stärkeren Waffe schwächen und mit der zweiten den Rest seines Lebens runterbringen. Das ist vor allem bei den mächtigeren Gegnern vorteilhaft, denn die halten mehr aus als die kleinen. Neben den Kämpfen könnt ihr auch die verschiedenen Tiere auf den Planeten entdecken und diese scannen, um mehr von denen zu erfahren. Es gibt viele verschiedene und die unterscheiden sich von Planet zu Planet. Hat man den Planeten abgeschlossen, darf man zu einem anderen Planeten reisen und uns stehen von Anfang an alle Planeten zur Verfügung. Insgesamt gibt es sieben an der Zahl, die wir besuchen dürfen. Hat man schon mal einen Planeten besucht, kann man zu diesem dank Schnellreise wieder reisen.

Die Steuerung der Flieger ist nicht kompliziert und läuft gut bzw. flüssig von der Hand. Auch die Tastenbelegung ist nicht überfüllt und euch erwartet hier keine Weltraumsimulation, sondern mehr ein 3rd Person Weltraumshooter. Ihr könnt wie bereits erwähnt Fliegen, Gleiten, schießen und bei Kämpfen ausweichen. Das komplette Spiel ist leicht zu erlernen und auch ganz leicht zu meistern. Das Spiel richtet sich mehr an das jüngere Publikum und hier kommen vor allem Kinder voll auf ihre Kosten. Aber auch auf die Kosten der Eltern, denn das Spiel kostet im Starter Pack 79,99 €. In dem Starter Pack habt ihr neben dem Spiel, auch noch einen Flieger, einen Piloten und drei Waffen. Sollte man mehr haben wollen, so könnt ihr im Handel weitere Piloten, Waffen und auch Flieger erwerben. Die alle sind nicht gleich teuer und je nach dem für was man sich entscheidet, kommt man auf einen billigen oder auch hohen Preis. Die Piloten kommen auf einen Preis von jeweils 8 €, die Waffen auf 12 € bzw. ein Fliegerpaket mit Piloten und einer Schusswaffe auf ganze 30 €. Keine Sorge, ihr könnt das komplette Spiel mit dem Starter Pack durchspielen und seid nicht gezwungen die weiteren Figuren zu kaufen. Die Figuren richten sich vor allem auch an Sammler, da diese wirklich gut detailliert und sehr gut verarbeitet wurden. Um die Figuren im Spiel darstellen zu können, müsst ihr den Aufsatz auf Euren Controller tun. Danach schiebt ihr den Piloten in die entsprechende Vorrichtung und als guter letzt, kommt das Raumschiff drauf. Mit der Zeit gewöhnt man sich an den klobigen Controller und das Gewicht fällt erst nach paar Stunden auf, aber wirklich viele viele Stunden später. Was man jedoch als störend empfinden kann, ist dass die PlayStation 4 Fassung mit einem USB-Kabel mit der Konsole verbunden werden muss. Dies kann beim Spielen wirklich nervig sein und man fühlt sich 15 Jahre zurück in der Zeit versetzt. Wer es nicht so spielen will wie vorgesehen, der kann entweder den Aufsatz vom Controller abbauen und den dann vor die Konsole stellen. Noch leichter geht es, wenn man die Piloten, Flieger und Waffen scannt, denn diese werden für eine ganze Woche im System gespeichert und man muss nicht immer mit den Figuren Schach spielen. Für wen das alles zu kompliziert ist, der kann alle Figuren im PSN Store erwerben und dort sind diese um die Hälfte billiger. Im Klartext: Da ihr keine Figuren sammelt bzw. nichts in physischer Form in der Hand hält, kosten die Piloten 4 € und die Flieger mit einem Piloten und einer Waffe jeweils 15 €. Praktisch!

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https://www.youtube.com/watch?v=OKPX0fEp1Is&t

Als Pay2Win würde ich das Spiel nicht bezeichnen, da man wie bereits erwähnt das Spiel, mit dem einem Flieger, seinem Piloten und den Waffen die im Starter dabei sind komplett beenden kann. Die zusätzlichen Raumschiffe dienen lediglich dazu um beim Zerstörung des Schiffes nicht vom letzten Checkpoint zu starten und sofort weiterzumachen. Hat man ein weiteres Raumschiff ist es praktisch und wenn nicht, dann ladet man den letzten Speicherpunkt neu und versucht es halt nochmal. Ist ja bei anderen Spielen genauso.

Wir haben „Starlink: Battle For Atlas“ auf einer PlayStation 4 Pro samt 4K Fernseher mit HDR Unterstützung gespielt, doch HDR wird von dem Spiel nicht unterstützt. Das Spiel selbst benutzt als Grafikengine die von Ubisoft entwickelte Snowdrop Engine und die wird leider nicht komplett im Spiel ausgereizt. Natürlich sieht „Starlink“ wirklich gut aus, aber an Spiele wie „The Divison“ die diese Engine auch im Einsatz haben, kommt diese nicht ran. Was aber sehr gut rüberkommt, sind die Waffengeräusche und hier fühlt man sich wie in einem Science-Fiction-Film. Die deutsche Synchronisation ist nur gut gelungen, denn es kommt manchmal so rüber als hätten die Sprecher keine Lust gehabt die Figuren mit viel Gefühl und Emotionen zu sprechen. Schade!

Hinweis: Das Testmuster wurde uns vom Hersteller bzw. einer Agentur zur Verfügung gestellt. Vielen Dank nochmals!

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https://www.youtube.com/watch?v=0xxbRbZp-ZU&t
  • Story
  • Grafik
  • Gameplay
  • Spielspaß
4

Fazit

Ubisoft hat mit „Starlink: Battle For Atlas“ einen soliden 3rd Person Weltraum Shooter auf den Markt gebracht, der sich nicht nur an an das kleine Publikum richtet, sondern auch ans große. Storytechnisch kann das Spiel wenig punkten, aber das Gameplay und auch das Kombinieren der Schusswaffen und erkunden der Planeten macht hier wirklich großen Spaß. Sobald man die Story durchgespielt hat, die fast 30 Stunden dauert, kann man dann zurück auf die Planeten reisen und weitere Missionen, die nicht erledigt wurden bzw. Lager und auch Relikte finden. Der hohe Preis des Starter Packs bzw. der Figuren schreckt hier leicht ab, jedoch werden die nicht benötigt und man kann das komplette Spiel ohne Kauf von zusätzlichen Figuren durchspielen. Wer mal wieder Lust auf das Weltall und erforschen von fremden Planten bekommen hat, der wird mit „Starlink: Battle For Atlas“ viel Freude haben!