Spieletest – State of Decay 2 (Xbox One)

Spieletest – State of Decay 2 (Xbox One)

Auf der E3 2016 hat Microsoft überraschenderweise den Nachfolger von „State of Decay“ mit einem Trailer offiziell angekündigt und dieses sollte natürlich besser sein als sein Vorgänger. Ob dies stimmt, erfahrt ihr in unserem Test vom neuesten Zombie Survival Game „State of Decay 2“.

Dank dem „Xbox Play Anywhere“ Programm kann das Spiel einmal gekauft werden und auf der Xbox One und dem PC mit Windows 10 gespielt werden. Euer Spielstand wird automatisch synchronisiert und kann dort fortgesetzt werden wo man zuletzt aufgehört hat. Praktisch! Vorausgesetzt ihr habt das Spiel digital erworben und nicht im Handel. Außerdem ist „State of Decay 2“ ab dem Tag der Veröffentlichung auch im „Xbox Game Pass“ verfügbar und kann sofort gespielt werden. Der Release vom Spiel ist offiziell der 22.05.2018, doch wer zur Ultimate Editon greift der kann bereits ab dem 18.05.2018 loslegen. Was sich bei den beiden Editionen unterscheidet ist nicht nur der Preis, sondern auch die Inhalte die inkludiert sind. Bei der Standard Version bekommt ihr nur „State of Decay 2“. Bei der Ultimate Edition bekommt ihr neben „State of Decay 2“, auch noch einige Ingame Inhalte und den ersten Teil von „State of Decay“. Und das nur bei 20€ Unterschied!

Bevor ihr überhaupt mit dem Spiel loslegt, stehen euch verschiedene Charaktere im Doppelpack zur Auswahl. Um hier zwei Duos als Beispiel zu nennen könnt ihr euch zwischen zwei beste Freunde oder auch einem ausgefallenen Paar entscheiden. Alle Charaktere haben ihre Stärken und Schwächen. So haben welche von denen viel Kondition bzw. gar keine oder auch bessere Kenntnisse mit Schusswaffen. Diese können jedoch im Spiel gesteigert werden wenn man zum Beispiel viel davon einsetzt. Die Kondition kann hier, wenn man viel läuft, gesteigert werden um schneller vor der Gefahr zu flüchten. Die Aufgaben die den Spieler in „State of Decay 2“ erwarten ist das sammeln von Ressourcen, Untote jagen, seine eigene Crew am Leben erhalten und vor allem überleben. So müssen wir eine kleine Basis einrichten und diese mit den gesammelten Ressourcen aufbauen. In eurer Basis kann eine Krankenstation zur Herstellung von Medikamenten eingerichtet werden, aber auch eine Werkstatt für Bomben und Granaten. Die Ressourcen erhalten wir durch Questes im Gebiet oder auch durch das Plündern von Gebäuden. Im Laufe des Spiels findet man natürlich auch eine bessere und größere Basis und wenn man sich für eine neue entscheidet, muss man dann alles von Anfang an Bauen und Sammeln, falls man die erforderlichen Ressourcen nicht schon hat. Hört sich alles leicht an, doch wegen den unterschiedlichen Zombiearten wird das Sammeln und erledigen der Aufgaben nicht leicht. Manche sind einfach zu erledigen, andere wiederum können explodieren bzw. andere Untote anlocken. Dem Spieler stehen verschiedene Waffenarten zur Verfügung. So können die Zombiehorden mit Nahkampfwaffen wie einem Rohr oder einer Machete erledigt werden, aber auch Schusswaffen sind mit von der Partie. Bei den Schusswaffen sollte man vorsichtiger sein, denn die sind ziemlich laut und Nachts extrem gefährlich da die Sichtweite ziemlich begrenzt ist. Wer es lustig haben will, der kann Zombies mit Lautsprechern anlocken und diese mit Granaten in die Luft jagen oder ihr überfährt die Untoten ganz klassisch mit einem der funktionieren Autos in der Umgebung.

Die wichtigste Neuerung von „State of Decay 2“ ist der neue KoOp-Modus. Hier könnt ihr mit bis zu drei Mitspielern in der Zombie-Apokalypse versuchen zu überleben. Im KoOp-Modus macht die Zombiejagd sehr viel Spaß und das gute daran ist, egal wie viele Spieler in der Gruppe sind die Gegner Schwierigkeit skaliert nicht und die sind immer gleich stark. Bei manchen schwereren Zombies die man alleine nicht schaffen konnte, geht dies in der Gruppe viel schneller und besser. Es kann aber auch passieren dass man zufälligerweise eine große Horde an Untoten zu sich anlockt. Sollte dies passieren ist Chaos vorprogrammiert, im lustigen Sinne natürlich.

Leider hat der KoOp-Modus einen kleinen aber feinen Hacken. Der Story Fortschritt wird nur vom Host übernommen und die Mitspieler dienen hier nur als Aushilfe bei den Missionen. Permadeath lässt grüßen! Wer das Spiel pausieren sollte, sollte dies nicht in der Nähe von Untoten machen, da das Spiel nicht pausiert wird und es immer weitergeht. Sollte man mal das zeitliche segnen, so schlüpfen wir als Spieler in einen anderen Überlebenden und können so weitermachen. Auch wenn im KoOp-Modus der Fortschritt nicht mitgenommen wird, so werden unsere Eigenschaften wie Kondition etc. gesteigert und Items bzw. Waffen dürfen wir behalten. Wer jetzt denkt dass ihm seine Freunde keinen Loot übrig lässt, der kann aufatmen. Von jedem Spieler in der Gruppe ist der Loot farblich markiert und nur dieser kann diesen auch nehmen und keiner geht leer aus.

Die Grafik von “State of Decay 2” ist im Gegensatz zum Vorgänger deutlich verbessert worden und sieht nicht mehr so altbacken aus. „State of Decay 2“ haben wir auf einer Xbox One X  samt 4K Fernseher mit HDR Unterstützung gespielt und man merkt deutlich den Unterschied zu einer Standard Xbox One, denn diese ist grafisch etwas schlechter ausgefallen. So sehen manche Umgebungen recht unscharf aus und die Charaktere wirken ein wenig blass oder auch nicht sehr gut detailliert. Auch fliegende Zombies sind trotz einem Patch ab und zu aufgetaucht und auch Autos befanden sich manchmal in der Luft. Auf beiden Plattformen versteht sich. Soundtechnisch braucht man bei diesem Spiel nicht meckern. Egal wo wir uns befanden, wir wurden immer von Zombies heimgesucht und diese klangen sehr realistisch und bei einer zu lauten Soundanlage auch sehr angsteinflößend. Vor allem in der Nacht jagen die Geräusche der Untoten einem eine Heidenangst ein.

Hinweis: Das Testmuster wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Vielen Dank nochmals!

  • Story
  • Grafik
  • Gameplay
  • Spielspaß
3.8

Fazit

„State of Decay 2“ bietet den Spielern eine Mischung aus Zombiejagd, Survival und Aufbau. Storytechnisch gibt es nicht viel zu sagen, denn die Geschichte ist vollkommen belanglos und erklärt einem nicht worum es geht und warum es zu dieser Apokalypse gekommen ist. Für 20 Stunden Spielzeit macht das Spiel Spaß, aber leider ohne viel Abwechslung. Was aber Abwechslung schafft ist das spielen mit seinen Freunden, denn hier kann man jede Menge Blödsinn machen und sehr viel Zeit mit Sammeln und dem Überleben verbringen. UND das beste kommt zum Schluss: Es gibt weder Lootboxen, noch irgendwelche Mikrotransaktionen. Top!

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