Spieletest – Super Mario Odyssey (Nintendo Switch)

Spieletest – Super Mario Odyssey (Nintendo Switch)

Sieben Jahre ist es nun schon her, seitdem „Super Mario“ das letzte Mal ein richtiges eigenes Abenteuer erhalten hat und nun hat Nintendo mit „Super Mario Odyssey“ einen neuen Ableger für die Nintendo Switch veröffentlicht.

In „Super Mario Odyssey“ schlüpfen wir wieder einmal in die Haut des Klempners Mario und müssen Prinzessin Peach aus den Klauen von dem Ungeheuer und Bösewicht Bowser befreien. Diesmal hat Bowser die Prinzessin nicht nur entführt, sondern hat auch noch vor sie zu heiraten. Nachdem Bowser uns samt unserem zerrissenen Hut von seinem Zeppelin geworfen hat, finden wir uns auf einem Friedhofähnlichen Gebiet Namens Hutland wieder, wo uns das Zylinderwesen namens Cappy begrüßt. Auch er befindet sich in einer miesligen Lage, denn seine Schwester Tiara wurde auch von Bowser entführt und dient nun als Krone für Prinzessin Peach.

Um den beiden zur Hilfe zu eilen, müssen Mario und Cappy nur noch ein fahrbaren Untersatz aufsuchen und dieses finden sie auch in dem Hutland, dass dem Spieler auch als Tutorialwelt dient. Hier lernen wir nicht nur das „Capern“ mit unserem Cappy, sondern auch die grundlegende Steuerung wie Hüpfen und den Bodenstampfer. Mit dem Capern kann Mario mit einem Wesen in der Mariowelt zum Bespiel einem Gumba oder einem Kettenhund verschmelzen und in dessen Haut schlüpfen um diesen zu übernehmen. So kann er bestimmte Fähigkeiten einsetzen um z. B. höher Springen oder auch als Kugelwilli fliegen um an eine andere Stelle zu gelangen. Sollte Mario mal im Eifer des Gefechts das Zeitige segnen, so verliert er lediglich paar seiner eingesammelten Münzen. Sollte Mario keine Münzen mehr besitzen geht es trotzdem weiter und der klassische Game Over Screen bleibt dem Spieler erspart.

Apropos an eine andere Stelle gelangen. Mario kann mit seinem Heißluftballon verschiedene Level bereisen und um dorthin zu kommen muss er Monde einsammeln. Diese dienen nämlich als Treibstoff für die Odyssey und sind in dem jeweiligen Level, wo man sich eben gerade befindet, gut versteckt. Die meisten Monde erhält man durch das Erledigen von kleinen Nebenmissionen oder auch das Besiegen von Bossen. Nebenmissionen sind einige in der Spielwelt verteilt und so muss Mario z.B. von einem NPC seine drei Schafe zurückbringen um einen weiteren Mond zu erhalten. Habt ihr mal einen Level abgeschlossen und nicht alle Monde eingesammelt, so könnt ihr jederzeit nach Lust und Laune zurückkehren und diese suchen. Falls es mal zu schwierig wird einen zu finden, so könnt ihr im Austausch gegen Münzen einen Tipp vom Versteck holen oder auch einen Mond einmalig in diesem Level erwerben.

Es gibt nicht nur Münzen im Spiel einzusammeln, sondern auch noch eine bestimmte Kristall-Währung, welche sich von Level zu Level unterscheidet. Mit dieser speziellen Währung kann sich Mario Outfits kaufen und sich damit auch sofort einkleiden. Am Anfang dachte ich, wo ich die andere Währung gesehen habe, Nintendo hätte eine Echtgeld Währung eingebaut, aber weit gefehlt. In Zeiten wie diesen ist es ja nicht mehr unnormal dass ein Unternehmen eine Echtgeld Währung in deren Spiel implementiert, aber Nintendo hat es nicht getan und wir erhalten somit ein vollständiges Spiel und können alle Outfits mit der Ingame Währung erwerben. Hut ab Nintendo!

Ingesamt kann Mario 14 Level besuchen bis es zum finalen Kampf gegen Bösewicht Bowser kommt. All die Level sind komplett unterschiedlich aufgebaut und wir besuchen nicht nur ein Wüstengebiet und das Forstland, sondern erstmalig auch eine Stadt mit echten Menschen namens New Donk City. Die Entwickler haben sich einiges bei „Super Mario Odyssey“ ausgedacht und so gibt es auch an bestimmten Stellen 8-Bit Areale die wir bestreiten können und manchmal sogar müssen. So wird Mario in klassischer 2D-Manier samt seinem derzeitig angelegten Outfit gesteuert und das sieht ziemlich genial aus! Diese kleinen Dinge haben mich sehr erfreut und begeistert.

Von der Technik her hat mir „Super Mario Odyssey“ sehr gut gefallen und das Spiel lief extrem flüssig ohne Ruckler. An manchen Stellen waren die Schatten nicht ziemlich glatt gebügelt, aber das stört nicht den Spielverlauf. Für mich zählt „Super Mario Odyssey“ zu einem der hübschesten Super Mario und Nintendo Switch Titeln bis jetzt. Die Welten haben alle ihren eigenen Charme und die Bewohner sind alle ziemlich mit viel Liebe detailliert. Schon allein der Soundtrack wurde passend zu den Welten gewählt und dieser klingt überall großartig. Ohrwurm-Alarm! Wer „Super Mario Odyssey“ nicht allein spielen will, der kann mittels Knopfdruck den 2-Spieler Modus aktivieren und der zweite Spieler übernimmt die Rolle von Cappy. Der zweite Spieler kann nicht nur jederzeit Gegner capern, sondern auch am Boden gefährliche Substanzen wegwischen. Im Singleplayer Modus geht dies natürlich auch, aber zu zweit macht dies einen enormen Spaß. Das Gameplay von Cappy ist einfach der Wahnsinn und verdammt gut umgesetzt.

Die Bosskämpfe waren Mariotypisch leicht und nicht zu sehr fordernd. Dreimal auf den Kopf eines Bosses hüpfen und schon war dieser besiegt. Aber es gibt auch etwas fordernde Bosse und da ist etwas mehr Taktik gefragt. Der Schwierigkeitsgrad in „Super Mario Odyssey“ war für meine Verhältnisse etwas zu leicht und somit war ich nach knapp 11 Stunden mit dem erstmaligen Durchspielen fertig. Aber danach ist nicht Schluss, denn euch erwartet eine grandiose Bonuswelt! Mehr werden wir hier nicht verraten. „Super Mario Odyssey“ kann auch im sogenannten Hilfe-Modus gespielt werden. In diesem Modus erscheinen Pfeile auf dem Boden und die zeigen dem Spieler wohin dieser Laufen muss bzw. wo sich der nächste Mond befindet. Diesen Modus würde ich Anfängern empfehlen, die erstmalig ein Super Mario Spiel in der Hand halten. Ja Leute, sowas gibt es auch! 🙂

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https://www.youtube.com/watch?v=u6oPBIVjf8E
  • Story
  • Grafik
  • Gameplay
  • Spielspaß
4.8

Fazit

Jump Up, Super Star! Nintendo hat es wiedermal geschafft ein grandioses Spiel zu liefern. „Super Mario Odyssey“ ist vollgepackt mit einem angenehmen Schwierigkeitsgrad für Anfänger und Forgesschrittene, vielen grandiosen Leveln, Rätseln und auch einem großartigen Leveldesign. Die Story ist Mario-Typisch gleich angesiedelt und die Welten sind nicht zu linear und auch offen. Es ist ein meisterhaftes Jump & Run und ein Pflichtkauf für jeden Nintendo Switch Besitzer und Super Mario Fan.

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