Spieletest – The Crew 2 (PlayStation 4)

Ubisoft bringt mit „The Crew 2“ den Nachfolger vom beliebten Arcade-Racer auf PC bzw. Konsolen und laut Entwickler soll der zweite Teil alles besser machen als sein Vorgänger. Ob das dem Studio gelingt, erfahrt ihr in den kommenden Zeilen.

Auch in „The Crew 2“ erwartet euch wieder eine Story und hier schlüpft ihr in die Haut von einem unbekannten Rennfahrer, der zu einem Superstar werden will. Ihr müsst mit ihm verschiedene Disziplinen bzw. Aufgaben erfolgreich meistern, um weiter voranzukommen. Am Anfang sind wir noch ein niemand und müssen mit dem Abschließen von verschiedenen Events Follower sammeln. Neben den Followern erhalten wir durch das beenden der vielen Disziplinen auch noch Credits, mit dem wir neue Fahrzeuge erwerben können. Fahrzeugteile erhält man in Form von „Lootboxen“ die keine „Lootboxen“ sind und die findet man am Ende der Strecke wieder, sobald das jeweilige Event abgeschlossen wurde. Die Farben der Fahrzeugteile unterscheiden sind in grün, blau bzw. lila und je seltener das Item, desto besser wird das Auto dadurch ausgerüstet.

„The Crew 2“ ist wie sein Vorgänger ein Arcade-Racer mit einer offenen Welt und bietet den Spielern neben einer besseren Grafik, zusätzlich noch eine bessere Fahrphysik und auch mehr Abwechslung. Euch erwarten verschiedene Modi und Fahrzeuge gegen den Computer. Erstmals könnt ihr neben normalen Autos, auch noch mit Motorrädern, Booten und Flugzeugen ein Rennen bestreiten. Dank der großen offenen Welt in „The Crew 2“, die der Karte der USA ähnelt, erwarten euch viele Sehenswürdigkeiten und auch weite Landschaften. So kann es mal passieren, dass ihr von Ort A nach B bis zu einer Stunde benötigt, um dort anzukommen. Wie halt im echten Leben, aber nur fast. Wer aber faul ist und nicht in den USA rumfahren will, der kann dank der Blitzreise zu jedem Event seiner Wahl sich hinteleportieren. Ihr wollt nicht alleine in der USA-ähnlichen Welt unterwegs sein? Keine Panik, denn mit bis zu vier Freunden könnt ihr euch zusammentun und die Welt erkunden und auch Aufgaben erledigen. Apropos Aufgaben: Egal, mit welcher Art von Fahrzeugen ihr unterwegs seid, alle Aufgaben sind sehr abwechslungsreich und auch fordernd. Die Fahrzeuge am Land bzw. am Wasser fühlten sich sehr Arcadelastig an, jedoch war das Fliegen etwas schwerer und war mehr eine Simulation als Arcade. Mit etwas viel Übung klappt dies dann auch und man wird Profi im steuern der Flugzeuge. Während der Rennen ist mir auf einigen Strecken aufgefallen, dass die Schilder die die Richtung anzeigen, bei hoher Geschwindigkeit sehr rasch übersehen werden können und man ab und zu auch gegen eine Wand knallt. Wer bremst und taktisch fährt, gewinnt somit jedes Rennen! Die KI hingegen fährt ziemlich aggressiv und hat mich auch mal von der Strecke gebracht, aber das war es auch schon von der künstlichen Intelligenz. Was mich so irrsinnig an vielen Racern stört, ist die hasserfüllte Gummiband KI. Egal wie weit man in „The Crew 2“ vor den Gegnern in Führung war, die haben einen immer überholt und man war plötzlich nicht mehr erster … Meckern auf hohem Niveau!

Grafisch sieht „The Crew 2“ tagsüber hübsch und viel besser als der der erste Teil aus. Egal ob die Lichter in der Umgebung oder an den Fahrzeugen, die Lichteffekte vom Spiel haben es mir hier besonders angetan. Alles wirkt hier sehr echt und authentisch. Aber auch das Wasser, wenn man mit dem Boot herumfährt, wirkt echt und die Wellen bewegen sich der Fahrt entsprechend. Natürlich ändert sich hier auch die Farbe des Wassers je weiter man sich von der Küste entfernt. Leider sehen die Nachtfahrten nicht mehr so hübsch aus wie tagsüber, denn das Spiel ist hier fast unspielbar. Die Scheinwerfer der Autos leuchten nicht korrekt und bei hohen Geschwindigkeiten kann man hier und da mal Hindernisse übersehen. Am besten ist hier die Helligkeit des Spiels sehr hoch einzustellen, damit man überhaupt was erkennen kann. Die Spielwelt selbst ist sehr belebt und man findet auch Zivilisten auf den Straßen und natürlich darf man auch hier mit Gegenverkehr rechnen. Und wer jetzt denkt, dass er die armen Zivilisten überfahren kann, der irrt. Denn die Springen etwa sehr gekonnt zur Seite bzw. man flutscht durch sie durch. Gespielt haben wir „The Crew 2“ auf einer PlayStation 4 Pro samt 4K Fernseher mit HDR Unterstützung. Leider löst die PlayStation 4 Pro Version nicht in nativem 4K auf, aber die Details der Umgebungen und Belichtungen können sich sehen lassen. Auch hier dürfen natürlich die beliebten Zwischensequenzen nicht fehlen und da werden die Fahrzeuge sehr detailreich und in voller Pracht dargestellt. Leider sehen die hier dargestellten Personen um die Fahrzeuge etwas blass und altbacken aus. Der Motorensound der Fahrzeuge hat mir im Allgemeinen sehr gefallen und diese kamen sehr authentisch rüber und klangen genauso gut wie das Original.

Hinweis: Das Testmuster wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Vielen Dank nochmals!

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https://www.youtube.com/watch?v=ZKwcakh0miM