Spieletest – Valiant Hearts: The Great War (Nintendo Switch)

Spieletest – Valiant Hearts: The Great War (Nintendo Switch)

Vor einigen Jahren hat Ubisoft „Valiant Hearts: The Great War“ auf diversen anderen Plattformen veröffentlicht und seit kurzem ist das Spiel auch auf der Nintendo Switch vertreten. Wie sich das Abenteuer auf der Hybrid Konsole spielt und ob es irgendwelche Unterschiede gibt, erfahrt ihr in unserem Test!

„Valiant Hearts: The Great War“ verschlägt euch in den ersten Weltkrieg und hier schlüpft ihr in die Rolle verschiedener Charaktere verschiedener Nationalitäten. Alle fünf Geschichten werden aus einer anderen Perspektive erzählt und dabei handelt es sich nicht um eine interaktive Geschichte, sondern um ein Spiel mit einigen Rätseln und kleineren Actionpassagen. In den verschiedenen Levels, die nicht zu lang und auch nicht zu kurz geraten sind, erwarten euch ruhige Stellen wo ihr ein wenig über die Personen und den Krieg erfährt. Die Rätsel im Spiel sind sehr einfach gehalten und nicht sehr fordernd, sodass auch nicht Rätsel Liebhaber diese problemlos meistern können. Solltet ihr mal an einer Stelle nicht weiterkommen, so poppt links unten eine kleine Breiftaube auf die euch einen kleinen Hinweis gibt. Wer keine Hilfe benötigt, der kann in den Optionen den Veteranenmodus aktivieren. Da werden alle Hinweise ausgeschalten und das Spiel dadurch etwas schwerer. Die Actionpassagen sind auch ziemlich simpel gehalten, denn entweder flüchten die Charaktere vor dem Feind oder müssen in kleineren Missionen bzw. in einem Abschnitt Personen retten.

Was aber „Valiant Hearts“ so großartig macht, sind jetzt nicht die Rätsel oder auch die erwähnten Actionpassagen sondern die Story und der großartige untermalte Soundtrack. Der Soundtrack beginnt schon großartig im Menü mit einer wunderhübschen Piano bzw. Klaviermelodie und zieht sich über alle Inhalte die ihr im Hauptmenü ansteuert. Die Story wird so gut erzählt, dass man sich selbst in die Charaktere reinversetzt und somit die Geschehnisse näher bringt. So nah, dass man an einigen Stellen zum Weinen beginnt. Während des Spieldurchlaufs findet man auch einige historische Gegenstände, genannt Objekte, die euch erklären was es mit diesen im 1. Weltkrieg auf sich hatte. Außerdem werden euch anhand von echten schwarz/weiß Bildern mehr vom Krieg gezeigt, die ihr jederzeit im Menü aufrufen und euch ansehen könnt. Jedoch muss hier gesagt werden dass einige Bilder nichts für schwache Nerven sind. Zwar ist das Spiel offiziell ab 12 Jahren freigegeben, aber es kann trotzdem den einen oder anderen zum Weinen bringen. Die Dinge die damals geschehen sind wünscht man niemanden!

Grafisch sieht das Spiel auf der Nintendo Switch genauso gut wie auf allen anderen vorherigen Plattformen und spielt sich genauso gut und flüssig. Die Grafik ansich ist im Comicstil gehalten und wird bei den Zwischensequenzen mit einem kurzen Comic Strip gezeigt. Als kleinen Bonus dürfen sich Nintendo Switch Spieler auf die kleine Kurzgeschichte „Valiant Hearts: Kriegshunde“ freuen, die euch von Hund Walt und seiner Schwester Cassie in den frühen Jahren des Ersten Weltkriegs erzählt. Auch hier muss ich euch sagen, dass die Geschichte obwohl sie nur ein Comic ist, einen zum weinen bringt und sehr berührt.

Hinweis: Das Testmuster wurde uns vom Hersteller bzw. einer Agentur zur Verfügung gestellt. Vielen Dank nochmals!

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https://www.youtube.com/watch?v=1MZnnVIv3p0&feature=youtu.be
  • Story
  • Grafik
  • Gameplay
  • Spielspaß
4.8

Fazit

„Valiant Hearts: The Great War“ ist noch immer ein großartiges Spiel mit einem grandiosen Soundtrack und der hervorragenden Story. Das Spiel lehrt uns mit schwierigen Situationen umzugehen bzw. zeigt uns auch die Geschichte hinter den verschiedenen spielbaren Charakteren, sodass ich jede einzelne Minute von dem Spiel genossen habe. Wahrscheinlich haben schon viele „Valiant Hearts: The Great War“ bereits auf einer anderen Plattform gespielt. Wer es aber noch nicht getan hat dem kann ich dieses Spiel nur ans Herz legen, denn ihr werdet es trotz seiner kurzen Spieldauer von nur vier Stunden nicht bereuen und lernt sogar ein wenig Geschichte dazu.