Spieletest – Watch Dogs 2 (PlayStation 4)

Spieletest – Watch Dogs 2 (PlayStation 4)

Ich habe mich für euch ins virtuelle San Francisco begeben und mich durch viele Bewohner, Computer und andere Sachen gehackt.

„Watch Dogs 2“ erzählt die Geschichte von Markus Holloway der gleich am Anfang des Spiels in die Firma „ctOS“ einbricht und dort die Datenbank hackt, um sein Profil zu löschen und unbekannt bleiben will. Nach seinem erfolgreichen Fluchtversuch wird er jedoch von Leuten von „DeadSec“ entführt, welche ihn wie einen Held feiern. Sie nennen ihn „Retr0“, ein bekannter Hacker San Franciscos und ab dem Zeitpunkt gehört Markus Holloway aka „Retr0“ zu der Hackergruppe „DeadSec“. Die Hackergruppe „DeadSec“ besteht aus einer Ansammlung von Nerds und Geeks, die wirklich cool und extrem Hip wirken. Das Ziel vom Spiel war es mit unseren Hackerkollegen die Firma „Blume“ und die vertrauten Daten zu vernichten. Das Spiel erinnerte mich stark an die Hackerserie „Mr. Robot“, wo Themen wie Social Media und Datensammlungen angesprochen werden.

Wie im Vorgänger konnte ich mich frei durch die Stadt bewegen und neben vielen Hauptmissionen auch einige Nebenmissionen erledigen. Je mehr Aufträge ich erledigte, desto mehr Follower hatte ich. Die Stadt ist lebendig und sehr farbenfroh und das hat mir besonders gefallen. Im ersten Teil war alles extrem grau in grau und sehr trüb und das hatte mich ein wenig gestört. Den ersten Teil muss man nicht unbedingt gespielt haben um den Zweiten zu verstehen. „Watch Dogs 2“ ist ein komplett eigenständiges Spiel und macht vieles besser als der Erste. Natürlich gibt es auch hier wie in fast allen Spielen Sammelgegenstände zu finden um zum Beispiel unsere Fertigkeiten weiterzuentwickeln. So konnte ich mich in die Geräte der Bewohner von San Francisco einhacken und deren Vorlieben der „Nudle“ Suche herausfinden. „Nudle“ ist übrigens eine kleine Anspielung auf „Google“ und ja es gibt auch einen „Nudle“ Bus mit dem ich im Laufe des Spiels gefahren bin um den Campus in Silicon Valley zu besuchen. Besonders gefallen haben mir jedoch die Anspielungen an bekannte Filme wie zum Beispiel Alien vs. Predator und die coolen Sprüche der DeadSec Mitglieder. Da wurde knapp eine ganze Autofahrt nur über die zwei gesprochen, wer welchen Kampf gewinnen würde etc. Aber auch die zufällige Mission, wo ich von einem Ubisoft Mitarbeiter erfahren habe, dass es einen Teaser zu einem noch unbekannten Spiel gibt. Da musste ich einfach zur Ubisoft Zentrale in San Francisco reisen und mich dort einhacken. Welchen Teaser ich dort gesehen habe, den könnt ihr hier nachlesen und sehen.

Die Grafik in „Watch Dogs 2“ ist deutlich besser als beim Vorgänger und Bugs habe ich während des gesamten Spielverlaufs nicht entdeckt. Manchmal liefen die Parkoureinlagen von Markus nicht flüssig von der Hand, aber dies traf nicht immer zu. Die KI der Polizisten und der Gegner war zwar immer gut, jedoch an einigen Stellen zu genau. Trotz eines Stealthkills konnten mich andere Gegner „sehen“ bzw. „hören“ und Verstärkung rufen. Da habe ich mich manchmal gefragt: Haben die Bösewichte auch einen Röntgenblick, so wie ich mit meinem Smartphone? Waffentechnisch war ich anfangs nur mit einem Taser bewaffnet, doch mit der Zeit konnte ich neue Waffen und die Drohne aus dem 3D Drucker bauen. Selbstverständlich nicht gratis, denn um die Gegenstände herzustellen benötigt man digitale Dollar.  Ich habe versucht im gesamten Spielverlauf keinen einzigen Gegner zu töten, doch dies gelang mir leider nicht immer. Vor allem am Ende des Spiels nicht bzw. wenn zu viele Bösewichte auf einen warten. Außerdem gibt es zum Glück keine Türme mehr, die ich hacken musste. Die haben mich im ersten Teil gestört und obwohl ich alle hatte, fand ich diese unnötig. Mein Aussehen konnte ich auf dank vieler Klamottenläden ändern und meinen eigenen Style anpassen. Einmal lief ich als Hipster rum, ein anderes Mal erledigte ich die Missionen als Mafiosi. Ein Multiplayer-Modus existiert auch in „Watch Dogs 2“ und hier kann man mit einem Freund einige Nebenmissionen erledigen. Leider bleiben die Story-Missionen ein reines Solo-Vergnügen, aber vielleicht ändert sich dies mit dem nächsten Teil.

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https://www.youtube.com/watch?v=ABm0Hl6axbo
  • Story
  • Grafik
  • Gameplay
  • Spielspaß
4.3

Fazit

Ubisoft hat mit „Watch Dogs 2“ ein richtig gutes Spiel veröffentlicht. Was im Vorgänger schlecht war, wurde im zweiten Teil noch besser gemacht. Die vielen Missionen die ich im Laufe der 25 stündigen Spielzeit erledigt habe, haben mir wirklich Spaß gemacht und ich habe mich nur teilweise geärgert. Nicht immer! Die lebhafte Stadt San Francisco war wirklich eine sehr gute Wahl und war nicht so enttäuschend wie Chicago. Fans der Serie „Mr. Robot“ oder auch dem Kurzfilm „Kung Fury“ bekommen mit „Watch Dogs 2“ ein sehr gutes Hacker-Abenteuer geliefert.

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Benutzer-Bewertung
4 (1 Stimme)

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